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WETTERÜBERSICHT 2005:   viel Sonne

Das Jahr 2005 war bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen normal bis leicht unternormal temperiert.

Die Jahresmittel der Lufttemperatur entsprachen in den größten Teilen Österreichs dem langjährigen Durchschnitt oder lagen 0,2 bis 0,6 °C unter diesem. Nur einige relativ kleine Gebiete im oberösterreichischen Zentralraum so wie vom oberen Murtal zum Gurktal oder von Innsbruck flussabwärts waren 0,2 bis 0,5 °C übernormal temperiert. Insgesamt war das Jahr 2005 um etwa 0,3 °C kühler als 2004. Der Jahreshöchstwert der Temperatur trat sehr häufig am 28. oder 29. Juli auf. 36,2 °C, gemessen am 29. Juli in Wien-Innere Stadt, war der absolute Maximalwert. Ebenso häufig fiel das Jahresminimum der Temperatur auf die ersten Märztage. Der absolute Tiefstwert von -27,3 °C stammt vom 1. März 2005 aus Seefeld. Am gleichen Tag  meldetet das Sonnblickobservatorium  minus 30 °C.

Im äußersten Westen und Südwesten Österreichs fielen weniger als 90 % der normalen Niederschlagsjahresmengen. Daran anschließend findet sich ein Bereich mit etwa normalen Niederschlägen, der vom westlichen Tirol über große Teile Kärntens, West- u. Oststeiermark bis zum Burgenland und in das Wiener Becken reicht. Ebenso weisen der Norden Salzburgs, das Salzkammergut und der äußerste Westen Oberösterreichs normale Mengen auf. Im übrigen Österreich wurden 110 bis 130 % des langjährigen Niederschlagsdurchschnitts erreicht, an Mur und Mürz bis zum Semmering lokal bis 140 %. Von den derzeit vorliegenden Messstellen war wieder Retz mit 517 mm die niederschlagsärmste.

2005 brachte allgemein eine übernormale Anzahl an Sonnenstunden. Sonnenreichste Landeshauptstadt war Eisenstadt mit 2173 Sonnenstunden, aber selbst das Schlusslicht Salzburg lag mit 1812 Stunden über dem Normalwert von 1707 Stunden (106 %). Im Vergleich zum Normalwert führt Wien mit 119 % (2104 statt 1771 Stunden). Insgesamt war 2005 aber deutlich sonniger als das Vorjahr.

WITTERUNGSÜBERSICHT JÄNNER 2005

Der Jänner 2005 war bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen nahezu überall normal bis überdurchschnittlich temperiert.

Die Monatsmittel der Lufttemperatur lagen von Vorarlberg bis in die Obersteiermark und bis Oberkärnten um den Normalwert oder bis etwa 1 °C über diesem. Unternormale Mittelwerte ergaben sich nur für wenige Messorte in inneralpinen Tälern und für Bergstationen. Vom Innviertel und vom Raum Klagenfurt ostwärts war der Jänner 2005 um 1,5 bis knapp über 3 °C wärmer als normal. In diesen Teilen konnte die in der zweiten Monatshälfte überwiegende winterliche Kälte das teilweise extrem warme Wetter während der ersten zwei Jännerwochen nicht ausgleichen. Das Monatsmaximum der Temperatur trat gestreut auf. Besonders auffällig war der 8. Jänner 2005, an dem vor allem in höheren Lagen Ostösterreichs frühlingshafte Temperaturen gemessen wurden. So stammt auch der absolut höchste Wert des Monats von diesem Tag aus Kohlreitberg (bei Neulengbach) in Niederösterreich. In 490 m Seehöhe wurden hier 17,6 °C gemessen. Das Monatsminimum wurde meist kurz vor Monatsende erreicht. Von den höchsten Gipfeln abgesehen bilden -25,5 °C, gemessen am 29. Jänner in Seefeld, den absolut tiefsten Temperaturwert.

Die Monatssummen des Niederschlags erreichten von Osttirol bis in das Südburgenland weniger als 25 % des Normalwertes. Von Vorarlberg und Tirol über den Oberpinzgau und das obere Murtal bis in die Bucklige Welt und den äußersten Osten und Nordosten Niederösterreichs wurden 50 bis knapp über 100 % des Erwartungswertes erreicht. 125 bis über 200 % der normalen Jännerniederschläge fielen vom östlichen Innviertel nordost- und ostwärts bis in den Raum Wien. Dem entsprechend wurden hier auch die größten Neuschneesummern ermittelt. Mariazell und Lunz/See verzeichneten je 139 cm, Wien – Hohe Warte mit 39 cm knapp weniger als im Jänner 2004 (damals 45 cm). Dagegen gab es nur 2 cm in Klagenfurt oder 12 cm in Innsbruck. Ergiebige Schneefälle im Westen und Norden in der Nacht zum 1. Februar werden erst in der Statistik des nächsten Monats aufscheinen.

Die Anzahl der Sonnenstunden betrug in den Landeshauptstädten minimal 68 in Linz und maximal 153 in Graz. In Prozenten des Normalwertes erreichte Klagenfurt mit 208 % den größten und St. Pölten mit 126 % den kleinsten Wert. Mit 150 Sonnenstunden wurde in Klagenfurt der bisher sonnigste Jänner (2002 mit 146 Stunden) übertroffen.

WITTERUNGSÜBERSICHT FEBRUAR 2005

Der Februar 2005 war bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen in ganz Österreich unterdurchschnittlich temperiert.

Die Monatsmittel der Lufttemperatur wiesen im Inntal von Innsbruck flussabwärts, im Süden des Landes Salzburg sowie in Osttirol und Kärnten Abweichungen von -0,5 bis -1,5 °C vom Normalwert auf. Im ganzen übrigen Österreich betrugen diese Abweichungen  1,5 bis mehr als -3 Grad. Nach einem normal temperierten Monatsbeginn sanken die Temperaturen bald unter den langjährigen Durchschnitt. Zwischen 5. und 10. Februar gab es eine sehr kalte Periode, der vom 11. bis 13. einige wenige allgemein übernormal milde Tage folgten. Die zweite Februarhälfte war fast durchwegs zu kalt, dabei verschärfte sich der Frost noch bis zum Ultimo. Das Monatsmaximum fiel häufig auf den 12. oder 13. Februar. Der absolute Höchstwert wurde mit 11,8 °C am 12. d.M. in Krems und Gmunden erreicht. Das Monatsminimum trat gestreut auf. Der Sonnblick meldete am 28. lange im Februar nicht dagewesene -30,3 °C. Absoluter Tiefstwert in den Niederungen war mit -25,6 °C am 9. Februar in Kleinzicken.

In Teilen Nordtirols, in Osttirol und in Oberkärnten fielen weniger als 75 % der normalen Niederschlagsmenge. Mehr als 175 Prozent verzeichnete man in den nördlichen Kalkalpen von Lofer bis Windischgarsten, zwischen Wien und der Rax und im Norden von Mühl- und Waldviertel. Heftige Schneefälle brachten manchen Orten zwischen dem örtlichen Nordtirol und dem Raum Rax-Schneeberg neue Februarmaxima bei der Summe der Neuschneehöhen. Dazu gehören Bischofshofen, Radstadt und Aigen/Ennstal.

Die Zahl der Sonnenstunden in den Landeshauptstädten reichte von minimal 77 in Bregenz bis maximal 138 in Klagenfurt. In Prozenten des Normalwertes führt Graz mit 128 %, an letzter Stelle liegt hier Salzburg mit 87 %.

WITTERUNGSÜBERSICHT MÄRZ 2005

Der März 2005 war von unterschiedlichen Temperatur und Niederschlagsverhältnissen gekennzeichnet.

Die Monatsmittel der Lufttemperatur lagen im äußersten Westen Österreichs sowie lokal im Norden Kärntens und im oberen Murtal 0,5 bis knapp über 1 °C über dem Normalwert. An Salzach und Inn von Salzburg bis Braunau ebenso wie strichweise in Niederösterreich vom nördlichen Waldviertel bis zum Wechsel lagen die Monatsmittel um mehr als 1,5 °C unter dem langjährigen Durchschnitt. In weiten Teilen West- und Südösterreichs entsprachen die Temperaturen dem Normalwert, während sie im Norden und Osten überwiegend 0,5 bis 1,5 °C unter diesem lagen. Nach einem ungewöhnlich kalten Monatsbeginn stiegen die Temperaturen allmählich, übernormale Werte wurden aber erst um die Monatsmitte erreicht. Um den 20. März gab es einen besonders in Ostösterreich markanten Kälteeinbruch, ehe sich in der letzten Märzwoche wieder recht milde Verhältnisse einstellten. Das Temperaturmonatsmaximum trat gestreut auf. Am 18. März wurde in Pörtschach der absolute Höchstwert von 23,7 °C erreicht. Das Monatsminimum stammt durchwegs von den ersten Tagen des Monats. Seefeld verzeichnete am 1. März den absoluten Tiefstwert von –27,3 °C. Einige Orte erreichten die tiefsten Märztemperaturen seit Messbeginn.

Die Monatssummen des Niederschlags blieben in den größten Teilen Österreichs unter 75 % des Normalwertes, im Süden und Nordosten strichweise sogar unter 25 %. Nur vom Bodensee über Reutte und Kufstein und weiter über den Norden Salzburgs sowie den Süden Ober- und Niederösterreichs fielen etwa normale Niederschlagsmengen. Vom Toten Gebirge bis zum Schneeberg wurden auch bis zu 75 % übernormale Summen erreicht. In den Gebieten mit etwas höheren Niederschlägen gab es auch noch ergiebige Schneefälle mit Neuschneesummen zwischen 50 und 100 cm (Bregenz, Lofer, Lunz).

In den Landeshauptstädten wurden durchwegs überdurchschnittlich viele Sonnenstunden registriert. Minimal waren es 161 in Bregenz, maximal 214 in Klagenfurt. Relativ am meisten Sonne verzeichnete Wien mit 168 % des Normalwertes, an letzter Stelle liegt Salzburg mit 125 %.

WITTERUNGSÜBERSICHT APRIL 2005

Der April 2005 war bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen durchwegs überdurchschnittlich temperiert.

Die Monatsmittel der Lufttemperatur lagen in großen Teilen Österreichs 0,5 bis 1,5 °C über dem Normalwert. Vom Bodensee über Inntal, südliches Salzburg und Salzkammergut bis in den Raum Linz wurden Abweichungen von 1,5 bis 2,5 °C ermittelt, ebenso für das nördliche Niederösterreich und das Südburgenland. Der Jahreszeit entsprechend zeigt der Temperaturverlauf einen häufigen Wechsel von kühlen und wärmeren Phasen. Nach einem meist kalten Monatsbeginn gab es weitere Kaltlufteinbrüche um den 10. und um den 20. April. Besonders mild war es um den 6., zur Monatsmitte und gegen Monatsende. Das Monatsmaximum trat gestreut auf. Der absolut höchste Wert wurde am 30. April in Innsbruck mit 25,3 °C erreicht. Das Monatsminimum fiel oft auf die ersten Apriltage oder auf den 22. April. Der von den Bergstationen abgesehen absolute Tiefstwert von –6,6 °C stammt vom 2. April aus Puchberg am Schneeberg.

Die Monatssummen des Niederschlags reichen von weniger als 75 Prozent des Normalwertes am Arlberg, im Oberinntal sowie im Großraum Wien bis zu mehr als 175 Prozent strichweise in Kärnten sowie im Norden Oberösterreichs und im Nordwesten Niederösterreichs. Zwischen übernormal beregneten Gebieten einerseits von Salzburg bis Niederösterreich und andererseits im Süden und Südosten verläuft eine Zone mit normalen Werten vom Bodensee bis zum Neusiedlersee. Vom 9. bis 11. April meldeten einige Orte in West- und Südösterreich den einen oder anderen Tag mit einer dünnen Schneedecke.

In allen Landeshauptstädten wurden übernormale Summen der Sonnenstunden erreicht. Minimal waren es 164 Stunden in Bregenz, maximal 226 Stunden in Eisenstadt. Mit nur 108 % des Normalwertes liegt Klagenfurt an letzter Stelle der relativen Dauer, an der Spitze sind Wien und Graz mit je 126 % zu finden.

WITTERUNGSÜBERSICHT MAI 2005

Der Mai 2005 war bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen in den größten Teilen Österreichs übernormal warm.

Die Monatsmittel der Lufttemperatur lagen vom Mitterpinzgau über den Flachgau sowie den Westen und Norden Oberösterreichs bis Ostösterreich meist 0,5 bis 1,5 °C über dem Normalwert. Nur kleinräumig im Mostviertel war es etwas kühler mit annähernd normalen Monatsmitteln. Abgesehen vom Raum Bregenz und vom Ausserfern erreichten die Mittel im übrigen Österreich Abweichungen von 1,5 bis 2,5 °C vom langjährigen Durchschnitt. Nach einem sehr warmen Monatsbeginn erfolgte ein Kälteeinbruch, der bis zu den Eismännern andauerte. Mildere und kühlere Tage wechselten danach, bis gegen Monatsende eine Hitzeperiode einsetzte. Diese brachte besonders in Ost- und Südösterreich vielen Orten neue absolute Mai-Maxima der Temperatur, darunter auch Linz, Wien, Eisenstadt, Graz und Klagenfurt. Eine Kaltfront sorgte dann zum Ultimo für kräftige Abkühlung. Die Monatsmaxima wurden überwiegend zwischen 28. und 30. erreicht. Der absolute Höchstwert von 34,2 °C stammt vom 30. Mai aus Wien-Donaufeld. Die Minima der Temperatur fielen oft auf den 10. oder 12. Mai. St. Michael/Lungau meldete den absoluten Tiefstwert von –4,8 °C am 12. Mai.

Die Monatssummen des Niederschlags lagen zwischen Kufstein und Salzburg sowie im östlichen Oberösterreich und im Westen Niederösterreichs zwischen 125 und 175 Prozent des Normalwertes. Weniger als 75 Prozent fielen dagegen verbreitet im Süden und Südosten von Kärnten bis in das südliche Burgenland und auch im Inntal von Landeck bis Innsbruck. Im übrigen Österreich entsprachen die Monatsmengen etwa dem Erwartungswert. Am intensivsten wirkte sich die Kaltfront, die vom 30. zum 31. Mai der Hitze ein Ende bereitete, im Raume Stadt Salzburg aus. Salzburg-Freisaal verzeichnete am 30. eine Tagessumme von 77 mm Niederschlag.

Die Monatssummen des Sonnenscheins übertrafen durchwegs die Normalwerte. In den Landeshauptstädten wurden minimal 212 Sonnenstunden in Salzburg und maximal 294 Stunden in Eisenstadt registriert. Vergleichen mit dem langjährigen Durchschnitt war Linz mit 134 % am sonnigsten, Salzburg ist auch hier mit 112 % Schlusslicht

WITTERUNGSÜBERSICHT JUNI 2005

Der Juni 2005 war allgemein übernormal warm sowie teils unternormal, teils normal beregnet.

Die Monatsmittel der Lufttemperatur lagen im Norden, Osten und Südosten verbreitet um 0,5 bis 1,5 °C über dem Normalwert. Im übrigen Österreich betrugen die Abweichungen meist 1,5 bis 2,5 °C. Nach einem milden Monatsbeginn sanken die Temperaturmittel am 4. oder 5. Juni unter den langjährigen Durchschnitt. Mehr als eine Woche blieb es kalt mit Schnee auf den Bergen und Pässen. Kurz vor der Monatsmitte setzte Erwärmung ein. Danach blieben die Temperaturen bis Ende Juni ununterbrochen übernormal. Das Monatsmaximum der Temperatur trat gestreut auf, jedenfalls aber in der letzten Dekade. Der absolut höchste Wert des Monats von 34,7 °C wurde am 24. Juni am Flughafen Innsbruck erreicht – zugleich die höchste dort je verzeichnete Junitemperatur. Das Monatsminimum trat gestreut auf. Der absolut tiefste Wert stammt aus Seefeld, wo am 11. Juni -1,4 °C gemessen wurden.

Vom Bodensee bis zum Neusiedlersee fielen in großen Teilen Österreichs weniger als 75 Prozent der normalen Niederschlagsmengen. Einige Landstriche in Tirol, Ober- und Niederösterreich ebenso wie im Süden und Südosten verzeichneten sogar weniger als 50 Prozent des Erwartungswertes. Vom Raume Kufstein über den Pinzgau bis in den Grenzraum Salzburg/Oberösterreich sorgte der eine oder andere kräftige Gewitterregen für annähernd normale Regenmengen, ebenso vom Nordwesten Niederösterreichs über den Wienerwald und den Semmering bis Graz. Die größte Tagesmenge meldete Zell/See mit 94 mm am 25. Juni.

Die Summe der Sonnenstunden reichte von maximal 276 (133 Prozent des Normalwertes) in Bregenz bis minimal 206 Stunden (102 Prozent des Normalwertes) in Salzburg.

WITTERUNGSÜBERSICHT JULI 2005

Der Juli 2005 war bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen in den weitaus größten Teilen Österreichs leicht übernormal temperiert.

Nur lokal am Bodensee und im Westen Tirols, ebenso lokal im Pinzgau und in Oberkärnten sowie im Westen Niederösterreichs verzeichneten einige Messstellen lediglich normale Temperaturmonatsmittel. Verbreitet lagen diese hingegen 0,5 bis 1,5 °C über dem Normalwert. Die in der ersten Dekade aufgetretenen für die Jahreszeit viel zu tiefen Temperaturen wurden meist schon in der folgenden rechnerisch ausgeglichen. Die heißen Tage kurz vor Monatsende sorgten dann für die verbreitet positiven Abweichungen vom Monatsnormalwert. Das Monatsmaximum der Temperatur fiel nahezu überall auf den 28. oder 29. Juli. Der absolut höchste Wert von 36,2 °C wurde am 29. Juli in Wien – Innere Stadt gemessen. Das Monatsminimum wurde allgemein in der ersten Dekade erreicht. Von den Bergen abgesehen meldete Mariapfarr am 6. Juli mit 1,4 °C den absolut tiefsten Wert des Monats.

Die Monatssummen des Niederschlags erreichten im äußersten Westen und Südwesten ebenso wie südlich von Graz und kleinräumig im Osten etwa normale Werte. In großen Teilen des übrigen Österreichs wurden 125 bis 175 % der normalen Niederschlagsmengen registriert. Vom mittleren Salzachtal ostwärts bis in den Raum Bruck/Mur ebenso wie im Donauraum von Oberösterreich bis in die Wachau fielen noch größere Regenmengen. Häufige Gewitterregen und Unwetter sind teilweise von den bisher vorliegenden Messorten nicht erfasst, teilweise bewirken sie lokal besonders hohe Monatssummen. Den relativ höchsten Wert liefert bis jetzt Murau mit 351 Prozent des Erwartungswertes.

Die Summe der Sonnenstunden blieb in allen Landeshauptstädten unter dem langjährigen Mittel. Eisenstadt meldete das Maximum von 235 Stunden, das Minimum von nur 198 Stunden stammt aus Salzburg. Bezogen auf den Normalwert war es in Innsbruck mit 95 % desselben (204 statt normal 215 Stunden) am relativ sonnigsten, besonders trüb mit nur 88 % verlief der Juli 2005 in Bregenz (199 statt 227 Stunden).

WITTERUNGSÜBERSICHT AUGUST 2005

Der August 2005 war bei sehr unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen teils leicht unternormal, teils normal temperiert.

Im Inntal von Innsbruck flussabwärts, von Osttirol über Teile Oberkärntens und das obere Murtal bis in den Osten Österreichs sowie im äußersten Südosten und Nordosten Österreichs entsprachen die Temperaturmonatsmittel annähernd dem Normalwert. Im übrigen Österreich waren die Mittel 0,5 bis 1,5 °C unternormal. Nach einem nur östlich von Salzburg warmen Monatsbeginn folgten sehr kühle Tage. Erst um den 17. August trat allgemein Erwärmung ein. Bis zum Monatsende wechselten dann unterund übernormale Tage einander ab, zuletzt erreichten die Temperaturen verbreitet über 25 °C. Das Monatsmaximum der Temperatur wurde im Westen erst zum Monatsende, sonst gleich zu Monatsbeginn verzeichnet. Der absolute Höchstwert von 31,8 °C wurde am 1. August in Neusiedl/See gemessen. Der Monatstiefstwert wurde um den 9. August erreicht. Das für Tallagen in der ersten Augustdekade ungewöhnliche absolute Minimum von –0,3 °C stammt an diesem Tag aus St. Michael/Lungau.

In den Hochwassergebieten Westösterreichs und der Steiermark fielen 175 bis 230 % der normalen August-Niederschlagsmengen, ebenso in großen Teilen Niederösterreichs, in Wien und im Nordburgenland. Die absoluten Regenmengen sind aber in der zuletzt genannten Region wesentlich geringer. Annährend normale Monatssummen sind dagegen von Osttirol über den Süden Salzburgs und Teile der Obersteiermark bis in den Osten und Norden Oberösterreichs zu finden. Reutte mit 414 mm, und wahrscheinlich noch einige andere Messstellen, von denen komplette Daten heute noch nicht vorliegen, verzeichnete den niederschlagsreichsten August seit Messbeginn. Die größte Tagesmenge betrug in Reutte 189 mm am 22. August. Vom Umweltinstitut des Landes Vorarlberg zur Verfügung gestellte Daten zeigen am selben Tag Tagessummen bis zu 214 mm im Bregenzerwald.

In allen Landeshauptstädten blieb die Summe der Sonnenstunden unter dem langjährigen Mittel. Sie betrug minimal 161 Stunden in Salzburg und maximal 206 Stunden in Wien - Hohe Warte. Bezogen auf den Normalwert war es in Linz mit 91 % desselben (192 statt normal 212 Stunden) am relativ sonnigsten und in Graz mit 75 % (164 statt 220 Stunden) am sonnenärmsten.

WITTERUNGSÜBERSICHT SEPTEMBER 2005

Der September 2005 war bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen in nahezu ganz Österreich übernormal temperiert.

Die Monatsmittel der Lufttemperatur lagen fast durchwegs um 0,5 bis 2 °C über dem langjährigen Durchschnitt. Nur ganz wenige Stationen weisen etwas geringere (Badgastein, Aigen/Ennstal) oder größere (Bischofshofen) Abweichungen auf. Unterschiede zwischen den österreichischen Landesteilen waren im September kaum zu erkennen. Der Temperaturverlauf zeigt in diesem Monat eine warme erste Monatshälfte mit einzelnen spätsommerlich hohen Tagesmitteln. Ein Kaltlufteinbruch bewirkte vom 16. zum 17. September einen Temperatursturz. Erst die letzte Septemberwoche brachte dann wieder einige überdurchschnittlich milde Tage, ehe es zum Monatsende erneut abkühlte. Das Monatsmaximum der Temperatur trat häufig zu Monatsbeginn auf. 30,6 °C wurden gleich am 1 d. M. in Innsbruck als absoluter Höchstwert gemessen. Das Monatsminimum fiel gestreut in die zweite Monatshälfte. Den absolut tiefsten Wert verzeichnete Litschau mit 0,1 °C am 19. September.

In großen Teilen Österreichs wurden etwa normale Niederschlagsmengen erreicht. Trockener mit weniger als 75 % des Erwartungswertes war es im Westen vom Bodensee bis in den Raum Innsbruck. Einige kleinere oder größere Landstriche verzeichneten dagegen 125 bis 175 % der normalen Mengen. Derartige Summen traten vom nördlichen Innviertel ostwärts bis in die Wachau auf, ebenso im äußersten Nordosten Österreichs. Auch im Süden Salzburgs sowie strichweise vom Lesachtal über das südliche Nockgebiet und die Pack bis in den Raum Graz wurden solche überdurchschnittlichen Mengen gemessen. Der Kälteeinbruch nach der Monatsmitte brachte Schnee nicht nur in den Almregionen, Spuren einer Schneedecke wurden am 18. September örtlich bis 1100 m herab gemeldet.

Die Zahl der Sonnenstunden war normal bis leicht übernormal. Sowohl bei der absoluten Anzahl als auch bei den Prozenten des Normalwertes führte von den Landeshauptstädten Eisenstadt mit 211 Stunden (124 % des Normalwertes), und Salzburg lag mit 166 Sonnenstunden (96 % des Normalwertes) an letzter Stelle.

WITTERUNGSÜBERSICHT OKTOBER 2005

Der Oktober 2005 war bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen nahezu in ganz Österreich übernormal temperiert.

Die Monatsmittel der Lufttemperatur lagen verbreitet 0,5 bis 1,5 °C über dem langjährigen Durchschnitt. Größere Abweichungen bis 2,7 °C findet man von Innsbruck ost- und südostwärts bis in das Salzkammergut und bis in das obere Murtal und Gurktal ebenso wie vom nördlichen Innviertel ostwärts. Nur kleinräumig in Osttirol und am Alpenostrand blieben die Monatsmittel nahe den Normalwerten. Der Temperaturverlauf zeigt nach einem kalten Monatsbeginn mildes Wetter sowie allmählich Abkühlung vom 10.Oktober bis zur Monatsmitte. Ein kräftiger Kälteeinbruch sorgt gegen Ende der zweiten Dekade für verbreiteten Nachtfrost. Die letzte Dekade brachte sehr mildes Wetter; erst gegen Monatsende sanken in Ostösterreich die Mittel wieder unter den Normalwert. Das Temperaturmaximum trat gestreut auf. Der absolut höchste Wert wurde erst am 31. Oktober in Fraxern (V) mit 23,2 °C erreicht. Das Monatsminimum wurde häufig am 18. oder 19. d. M. erreicht. Der absolut tiefste Wert stammt vom 19. Oktober aus St. Michael/Lungau und betrug -5,9 °C.

Die Monatssummen des Niederschlags erreichten normale Mengen nur am Bodensee und im Bereich des Alpenhauptkammes. Südlich von diesem in Osttirol, Kärnten und im oberen Murtal wurden normale bis stark übernormale Monatsmengen gemessen. Ein Italientief zu Monatsbeginn brachte in Arriach (K) und Murau mehr als 200 % des Normalwertes. In allen übrigen Gebieten Österreichs war der Oktober 2005 viel zu trocken. Vom Flachgau über den Süden Oberösterreichs bis in gesamten Osten und Südosten Österreichs fielen weniger als 25 Prozent des Erwartungswertes, im Wiener Becken und im nördlichen Burgenland sogar weniger als 10 Prozent.

Die Zahl der Sonnenstunden blieb nur in Kärnten unter dem Normalwert. Von den Landeshauptstädten verzeichnete Salzburg mit 209 Sonnenstunden die meisten und Klagenfurt mit 123 die wenigsten. Mit nur 93 % des Normalwertes liegt Klagenfurt auch hier an letzter Stelle, Spitzenreiter ist Linz, wo 188 statt normal 108 Sonnenstunden 174 % des Normalwertes bedeuten.

WITTERUNGSÜBERSICHT NOVEMBER 2005

Der November 2005 war bei teils unternormalen, teils normalen Niederschlagsmengen unterschiedlich temperiert.

Die Monatsmittel der Lufttemperatur lagen in Osttirol, Kärnten und lokal im oberen Murtal in der Steiermark 0,5 bis 1,5 °C über dem langjährigen Durchschnitt. Vom Zillertal nordostwärts bis in das südliche Innviertel ebenso wie vom Mühlviertel über den Westen und Süden Niederösterreichs bis zum Neusiedlersee lagen die Mittelwerte dagegen um 0,5 bis 1,5 °C unter den Normalwerten. Im übrigen Österreich zwischen Bodensee und Weinviertel ergaben sich etwa normale Mittel. Der Temperaturverlauf im November 2005 zeigt bis knapp nach der Monatsmitte meist deutlich übernormale Tagesmittel und danach einen Abfall auf frühwinterliche Werte bis zum Monatsende. Sowohl Maximum als auch Minimum der Temperatur traten gestreut auf. 19,6 °C am 3. November in Dornbirn war das absolute Maximum und -17,8 °C am 25.11. in Seefeld das absolute Minimum.

Die Monatssummen des Niederschlags lagen lokal im nordwestlichen Oberösterreich ebenso um den Normalwert wie vom Raum Lofer südostwärts über Pongau und Lungau in große Teile Süd- und Südostösterreichs. Verbreitet verlief der November 2005 aber zu trocken mit nur 25 bis 75 Prozent der Normalmengen. Tiefdruckgebiete im Süden verursachten Rekordschneefälle in großen Teilen Kärntens und im Süden des Landes Salzburg. In nur 24 Stunden fielen vom 26. zum 27. November in Villach 57 und in St. Michael/Lungau 56 cm Neuschnee – zuvor in einem November nicht annähernd erreichte Mengen. Zusammen mit einigen geringeren Schneefällen ergaben sich auch neue Höchstwerte der Gesamtschneehöhe: 76 cm am 27.11. in Villach, 48 cm am 30.11. Klagenfurt. Die aufsummierten Neuschneemengen des Monats betragen in Villach bereits 72 % der normal in einer ganzen Schneesaison zu erwartenden Neuschneemenge.

Die Anzahl der Sonnenstunden war in den Landeshauptstädten recht unterschiedlich. Linz und St. Pölten erzielten das Minimum von 41 Stunden, während 107 Stunden in Innsbruck das Maximum bilden. Im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt findet man St. Pölten mit 60 % am unteren und Bregenz mit 124 % desselben (73 statt normal 59 Stunden) am oberen Ende der Reihung. Wien wies mit 64 statt normal 63 Stunden normale Werte auf.

WITTERUNGSÜBERSICHT DEZEMBER 2005

Der Dezember 2005 war bei sehr unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen fast durchwegs unternormal bis normal temperiert.

Die Monatsmittel der Lufttemperatur lagen verbreitet 1,5 bis 0,5 °C unter oder nahe dem Normalwert. Leicht positive Abweichungen ergaben sich nur lokal im Pongau sowie vom Raum Graz südostwärts. Kühler mit Abweichungen von -1,5 bis -2 °C war es gleichfalls nur lokal von Tallagen in den Zillertaler Alpen bis in das obersteirische Murtal. Sehr kalt verlief der Monat auf den Alpengipfeln. Der Temperaturverlauf im Dezember 2005 zeigt einen häufigen Wechsel zwischen wärmeren und kälteren Tagen. Die höchsten Temperaturen traten gestreut auf. Der absolute Höchstwert betrug 11,5 °C am 2. Dezember in Feldkirch. Die tiefsten Temperaturen fielen überwiegend auf die letzten Tage des Monats. Der absolute Tiefstwert stammt vom 30.12. aus Seefeld und betrug  25,9 °C.

Die Monatssummen des Niederschlags betrugen in großen Teilen Westösterreichs ebenso wie im Süden, aber auch verbreitet in Ober- und Niederösterreich, 25 bis 125 % des Normalwertes. Vom Alpenhauptkamm in Tirol ostwärts über den Pongau in die nördlichen Kalkalpen wurden strichweise 125 bis 160 Prozent des Durchschnitts erreicht. Mindestens ebenso niederschlagsreich verlief der Monat im äußersten Osten und Südosten Österreichs. Vom nördlichen Weinviertel über Wien, Semmering und Wechsel bis in den Nordosten der Steiermark wurden sogar 175 bis über 200 % des Erwartungswertes erreicht. Verbreitet fielen überdurchschnittliche Neuschneemengen. War im November Kärnten Schwerpunkt der Schneefälle gewesen, so wurden die größten Neuschneesummen im Dezember 2005 aus Salzburg und Niederösterreich gemeldet. Schneereich war der Monat aber auch im Arlberggebiet sowie in teilen von Mühl- und Waldviertel. Die Orte mit den größten Neuschneesummen im Dezember 2005 sind Lofer mit 141 cm, Bad Gastein-Böckstein mit 126 und Lunz am See mit 119 cm.

Die Zahl der Sonnenstunden in den Landeshauptstädten reichte von minimal 39 in Linz bis maximal 106 in Graz. Auch im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt führt Graz mit 151 % desselben; St. Pölten mit nur 92 % (49 statt normal 53 Stunden) war am relativ sonnenärmsten. Wien registrierte 68 Sonnenstunden, das sind 131 % von normal 52 Stunden.
 


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