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WETTERÜBERSICHT 2004:
ein
„normales“ Jahr
Das Jahr 2004 war
bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen normal bis leicht
übernormal temperiert.
In großen Teilen
Österreichs entsprachen die Jahresmittel der Lufttemperatur etwa dem
langjährigen Durchschnitt oder lagen um 0,2 bis 0,6 °C über diesem. Noch
etwas wärmer war 2004 im Inntal vom Raume Innsbruck flussabwärts und
kleinräumig südlich von Linz und von Wien sowie im Bereich des Murtales
vom Lungau bis Murau. Leicht unternormale Jahresmittel waren von
Badgastein bis Spittal/Drau zu finden. Insgesamt war das Jahr 2004 um
etwa 0,5 °C kühler als 2003 und bis zu ein Grad kühler als 2002.
Der
Jahreshöchstwert der Temperatur trat gestreut im Juni, Juli oder August
auf. Der absolut höchste Wert von 34,8 °C wurde am 19.8. in
Graz-Thalerhof erreicht. Das Jahresminimum wurde meist im Jänner
verzeichnet. Am 24.1. meldete St. Michael/Lungau den absoluten
Tiefstwert von –27,0 °C.
Die
Niederschlagssummen blieben im äußersten Westen sowie in Osttirol, im
Grenzraum Flachgau/Innviertel und im äußersten Südosten unter 90 % der
Normalmengen. Strichweise in Ober- und Niederösterreich sowie von
Klagenfurt über das Nockgebiet, Mur- und Mürztal bis zum Schneeberg und
lokal im Gailtal wurden mit 110 bis 130 % des Erwartungswertes
übernormale Jahressummen gezählt. Von den derzeit vorliegenden Messorten
war Retz mit 446 mm der trockenste.
Von den
Landeshauptstädten verzeichnete Klagenfurt mit 1960 Sonnenstunden die
größte und Salzburg mit 1678 die kleinste Jahressumme. Im Vergleich zum
langjährigen Durchschnitt liegt ebenfalls Salzburg mit 98 % am Ende der
Rangliste, am relativ sonnigsten war Linz mit 111 % (1773 statt normal
1592 Sonnenstunden).
WITTERUNGSÜBERSICHT JÄNNER 2004
Der
Jänner 2004 wies unterschiedliche Temperatur- und
Niederschlagsverhältnisse auf.
Die
Monatsmittel der Lufttemperatur erreichten die größten positiven
Abweichungen vom Normalwert im äußersten Westen und lokal in Kärnten mit
jeweils 1,5 bis knapp über 2 °C. Demgegenüber stehen am anderen Ende der
Skala Abweichungen von –1,5 bis –0,5 °C, die vom Oberpinzgau ostwärts
über das steirische Ennstal und Mariazell bis in das nördliche
Burgenland ebenso auftraten, wie im Norden Österreichs. Der
Temperaturverlauf zeigt Kälteperioden in der ersten und dritten Dekade,
während dazwischen sehr mildes Wetter herrschte. Das Monatsmaximum der
Temperatur trat meist am 13. oder 14. Jänner auf. Der absolut höchste
Wert wurde am 14. mit 13,6 °C in Deutschlandsberg registriert. Das
Monatsminimum trat gestreut auf. Der absolut tiefste Wert von –27,0 °C
stammt vom 24. Jänner aus St. Michael im Lungau.
Niederschläge fielen im Jänner 2004 vorwiegend bei West- oder
Nordwestwetterlagen. Daher war der Jänner im Süden Österreichs von
Osttirol bis in das Südburgenland trocken mit verbreitet 25 bis 75 % des
Normalwertes, lokal auch noch weniger. Am Alpenhauptkamm und nördlich
davon sowie im Osten fielen dagegen normale bis deutlich übernormale
Niederschlagsmengen. Besonders feucht verlief der Jänner 2004 im
nordwestlichen Oberösterreich, wo bis zu 300 % des Erwartungswertes
gemessen wurden. Im Gebirge und im Osten Österreichs brachte dieser
Jänner zumindest normale, teilweise auch überdurchschnittliche
Schneemengen. In den Niederungen Westösterreichs sorgten die milden
Temperaturen einige Male für Regen statt Schnee, und im Süden lässt der
trockene Jänner die Neuschneesummen dieser Saison hinter den Erwartungen
zurückbleiben.
Die
Sonnenscheindauer in den Landeshauptstädten reichte von 35 Stunden in
Bregenz bis 109 Stunden in Graz. Bezogen auf den langjährigen
Durchschnitt war der Jänner 2004 mit 166 % desselben in Wien am
sonnigsten und mit nur 69 % in Innsbruck am trübsten.
WITTERUNGSÜBERSICHT FEBRUAR 2004
Der
Februar 2004 war mild und wies sehr unterschiedliche
Niederschlagsverhältnisse auf.
Die
Monatsmittel der Lufttemperatur lagen allgemein 0,5 bis 2,5 °C über dem
Normalwert, dabei war es in der Osthälfte Österreichs etwas wärmer als
im Westen. Ganz außergewöhnlich war aber der Temperaturverlauf. Die
erste Dekade brachte großen Teilen Österreichs sehr warmes Wetter, das
besonders im Osten in einigen neuen Temperaturrekorden für Februar
gipfelte. In Wien wurde am 5. ein Tagesmittel von 15 °C erreicht, ein
Wert, wie er Mitte Mai zu erwarten wäre. Doch nicht überall war es in
diesen Tagen so warm – Kärnten und Tirol waren davon weniger berührt.
Dementsprechend gestreut fallen auch die Monatsmaxima der Temperatur
aus. Der absolut höchste Wert wurde aber doch am 5. mit 21,3 °C in Wr.
Neustadt gemessen. Um den 9. normalisierten sich die Temperaturen. Ein
Kälteeinbruch um den 12. war nur von Linz ostwärts bedeutend. Die letzte
Dekade brachte dann föhnbedingt einige warme Tage in Westösterreich,
aber auch in klaren Nächten verbreitet die Monatsminima der Temperatur.
Der absolute Tiefstwert wurde am 25. mit –20,1 °C aus Seefeld gemeldet.
Die
Niederschläge blieben im äußersten Westen, im Flachgau sowie strichweise
in Südösterreich unter 75 % des vieljährigen Durchschnitts. Ostwärts
zunehmend erreichten sie ihr relatives Maximum von 250 bis 300 % der
Normalmenge zwischen Mariazell und Wien. Dementsprechend wurde in
Bregenz nur eine Neuschneesumme von 10 cm verzeichnet, in Graz waren es
21 und in Wien 31 cm. Vo den Alpengipfeln abgesehen war Mariazell mit
aufsummiert 161 cm Neuschnee Spitzenreiter.
Die
Sonnenscheindauer in den Landeshauptstädten war mit 80 Stunden in St.
Pölten am kleinsten und mit 140 Stunden in Klagenfurt am größten.
Bezogen auf den Normalwert war Eisenstadt mit 90 % desselben am unteren
und Bregenz mit 152 % am oberen Ende der Rangliste.
WITTERUNGSÜBERSICHT MÄRZ 2004
Der
März 2004 wies unterschiedliche Temperatur- und
Niederschlagsverhältnisse auf.
Die
Monatsmittel der Lufttemperatur lagen in großen Teilen Österreichs um
den Normalwert. Bis knapp mehr als ein Grad C unternormale Mittel
ergaben sich strichweise in Süd- und Ostösterreich sowie von der Stadt
Salzburg nordostwärts. In Tirol verzeichnete man lokal im Inntal knapp
überdurchschnittliche Werte. Bis zum Beginn der zweiten Dekade herrschte
im März 2004 kaltes und verbreitet schneereiches Spätwinterwetter.
Danach sorgte Warmluftzufuhr für kräftige Erwärmung und für die
Jahreszeit ungewöhnlich hohe Temperaturmaxima. Die letzte Dekade brachte
dann erneut Winterwetter mit weiteren Schneefällen, ehe kurz vor
Monatsende der Frühling einen neuen Anlauf nahm. Die Monatsmaxima der
Temperatur wurden meist zwischen 18. und 21. gemessen. Bad Radkersburg
meldete am 18. mit 24,5 °C den absolut höchsten Wert des Monats. Das
Minimum trat gestreut auf, der absolut tiefste Wert von –19,8 °C stammt
vom 1. aus Weissensee-Gatschach.
Von
Vorarlberg bis in den Süden Niederösterreichs, in die Obersteiermark und
Teile Oberkärntens wurden teils normale, teils aber auch bis zu 50 %
unternormale Niederschlagsmengen gemessen. Östlich dieses Bereiches
hingegen ergaben sich deutlich überdurchschnittliche Summen, die in Wien
und im nordöstlichen Niederösterreich 200 bis 300 Prozent des
Erwartungswertes betrugen. Ein Tief, das zwischen 22. und 26. März von
der Adria über Ungarn Richtung Polen zog, trug wesentlich zu dieser
Niederschlagsverteilung bei. Ähnlich der Niederschlagsverteilung zeigen
sich die Summen der Neuschneehöhen im März 2004. Nur 6 cm in Bregenz
stehen mehr als 100 cm in Reutte, Allentsteig oder Lunz gegenüber.
Die
Sonnenscheindauer in den Landeshauptstädten war mit 130 Stunden in Graz
am kleinsten und mit 191 Stunden in Innsbruck am größten. Bezogen auf
den Normalwert wies Graz mit 92 Prozent die geringste und Bregenz mit
142 Prozent die größte relative Dauer auf.
WITTERUNGSÜBERSICHT APRIL 2004
Der
April 2004 war bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen
allgemein überdurchschnittlich warm.
Die
Monatsmittel der Lufttemperatur lagen in ganz Österreich 0,5 bis 2,5 °C
über dem Normalwert, lokal im Unterinntal und im mittleren Salzachtal
noch etwas mehr. Nach einem milden Monatsbeginn folgte um den 6. ein
Kälteeinbruch, der teils bis zum Karsamstag, dem 10. April andauerte,
teils aber auch noch die Osterfeiertage einschloss. Danach stiegen die
Temperaturen wieder. Gegen Ende der zweiten und Mitte der dritten Dekade
folgten noch kurze Kältephasen, ehe die letzten Apriltage örtlich die
ersten „Sommertage“ (Maximum 25 °C oder mehr) brachten. Die Monatsmaxima
der Temperatur traten in der dritten Dekade auf. Absoluter Höchstwert
des Monats waren 26,1 °C am 29. April in Salzburg-Freisaal. Die
Monatsminima wurden meist am 8. oder 9. verzeichnet; der absolut tiefste
Wert von –8,2 °C stammt vom 8. d.M. aus Seefeld.
Die
Monatssummen des Niederschlags blieben in großen Teilen Österreichs
unter 75 % des Normalwertes. Strichweise wurden im Süden und Südosten
sowie im Nordwesten, Norden und östlich von Wien auch normale Werte
erreicht. Einzelne Schauer und Gewitter sorgten lokal in Ober- und
Niederösterreich für übernormale Mengen bis über 150 % des
Erwartungswertes. Einige Orte über 700 bis 1000 m Seehöhe von Reutte bis
Mariazell meldeten noch eine kurzlebige Neuschneedecke.
Die
Sonnenscheindauer in den Landeshauptstädten war mit 143 Stunden in
Klagenfurt am kleinsten und mit 207 Stunden in Linz am größten. Bezogen
auf den Normalwert sind das in Klagenfurt nur 80 Prozent, in Linz
dagegen 129.
WITTERUNGSÜBERSICHT MAI 2004
Der
Mai 2004 war bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen leicht
unternormal bis normal temperiert.
In
ganz Österreich lagen die Monatsmittel der Lufttemperatur um den
Normalwert oder bis 1,5 °C unter diesem. Nach einem milden Monatsbeginn
erfolgte ein erster kräftiger Kaltlufteinbruch um den 5. Mai. Bis nach
der Monatsmitte blieben dann die Temperaturmittel überwiegend unter dem
Normalwert. Eine warme Phase brachte zwar besonders in Westösterreich am
20. frühsommerliche Wärme und allgemein den wärmsten Tag des Monats,
doch schon am 22. folgte der nächste kräftige Kaltlufteinbruch. Bis zum
Monatsende blieb es danach überwiegend etwas zu kühl. Wärmster Tag des
Monats war der 20. Mai, wobei der absolut höchste Wert in Innsbruck mit
29,1 °C gemessen wurde. Das Temperaturminimum trat gestreut auf, der
absolut tiefste Wert stammt vom 24. Mai aus Seefeld und betrug –6,1 °C.
Die
Monatssummen des Niederschlags entsprachen in großen Teilen Österreichs
annähernd den Normalwerten. Leicht unter diesen blieben sie im Tiroler
Oberland, im Mühlviertel und strichweise im Donauraum Niederösterreichs
sowie im äußersten Südosten Österreichs. Mehr als 125 % des
Erwartungswertes wurden vom Raum Zell/See über Salzkammergut und
steirisches Ennstal bis zum Semmering und bis Eisenstadt gemessen. Der
Kaltlufteinbruch vom 22. Mai führte in höheren Alpentälern, aber auch im
Mühl- und Waldviertel noch zu strichweisen Schneefällen.
Die
Sonnenscheindauer in den Landeshauptstädten war mit 226 Stunden in
Eisenstadt am größten und mit 165 Stunden in Salzburg am kleinsten.
Bezogen auf den Normalwert bildeten Bregenz mit 112 Prozent und Salzburg
mit nur 87 Prozent desselben die Extremwerte.
WITTERUNGSÜBERSICHT JUNI 2004
Der
Juni 2004 war normal bis leicht übernormal temperiert bei teils
normalen, teils übernormalen Niederschlagsmengen.
Im
Süden Österreichs und in Teilen Vorarlbergs, Tirols, Salzburgs sowie der
Obersteiermark lagen die Monatsmittel der Lufttemperatur um 0,5 °C bis
knapp mehr als 1 °C über dem Normalwert. Im übrigen Österreich wurden
meist annähernd normale Mittel erreicht. Der Temperaturverlauf im Juni
2004 ist von einem ständigen Wechsel zwischen Erwärmung und Abkühlung
gekennzeichnet. Eine längere sommerliche Hochdruckphase ist nur gegen
Ende der ersten Dekade zu finden. Das Monatsmaximum der Temperatur wurde
am 9. oder 10. Juni erreicht. Der absolut höchste Wert von 32,9 °C
stammt vom 10. Juni aus Villach. Das Monatsminimum trat gestreut auf. In
St. Michael im Lungau wurde am 7. Juni der absolute Tiefstwert von -0,4
°C gemessen.
Vom
Bodensee bis in den Westen Oberösterreichs, bis in das Salzkammergut und
bis Osttirol wurden überwiegend normale Niederschlagsmengen gemeldet.
Weiter östlich verlief der Juni 2004 durchwegs niederschlagsreich, wobei
in Kärnten sowie strichweise südlich und südöstlich von Wien mehr als
200 Prozent des Erwartungswertes errechnet wurden. In Klagenfurt wurde
mit 226 mm der regenreichste Juni überhaupt verzeichnet. Litschau im
Waldviertel wies mit 86 mm am 2. Juni die größte Tagesmenge des Monats
auf.
Die
Sonnenscheindauer in den Landeshauptstädten betrug maximal 221 Stunden
in Eisenstadt und minimal 174 Stunden in Salzburg. Die relativen Mengen
reichten von nur 84 Prozent des Normalwertes in Klagenfurt bis 103
Prozent in Innsbruck.
WITTERUNGSÜBERSICHT JULI 2004
Der
Juli 2004 war normal bis leicht übernormal temperiert bei teils
unternormalen, teils normalen Niederschlagsmengen.
In
Teilen Nord- und Ostösterreichs lagen die Monatsmittel der
Lufttemperatur ebenso um den Normalwert wie vom Bodensee bis Oberkärnten
und bis zum Flachgau. Dazwischen liegt ein Bereich mit um 0,5 bis knapp
über 1 °C übernormalen Monatsmitteln. Leicht übernormal verlief dieser
Juli aber auch vom Ausserfern bis Innsbruck und Kufstein im Inntal,
ebenso im Nordosten Niederösterreichs. Der Verlauf der Temperatur in
diesem Monat zeigt eine annähernd wöchentliche Gliederung. Bis zum 8.
Juli wechselten kühle und warme Tage, danach gab es bis zur Monatsmitte
sehr kühles Wetter. Bis zum 23. dauerte dann eine hochsommerliche
Hitzeperiode, die wieder von einer kühlen Phase abgelöst wurde. Zum
Ultimo kehrte sommerliche Wärme zurück. Das Monatsmaximum der Temperatur
wurde verbreitet zwischen 20. und 23. Juli erreicht. Zwerndorf/March und
Poysdorf meldeten mit jeweils 33,1 °C am 22. Juli die absolut höchsten
Temperaturen des Monats. Das Monatsminimum fiel überwiegend auf den 11.
oder 12. Juli. Der absolute Tiefstwert wurde am 12. mit 2,2 °C in
Mariapfarr erreicht.
Die
Monatssummen des Niederschlags entsprachen in weiten Teilen Österreichs
den Normalwerten. Nur der Osten und Südosten Österreichs blieben mit nur
30 bis 75 % der Normalmengen zu trocken. Lokale Unwetter brachten
kleinräumig auch übernormale Monatsmengen, so etwa in Murau mit 149 %
des Erwartungswertes. Die Zahl der Niederschlagstage war mit bis zu 25
recht hoch, bei allerdings meist eher geringen Tagessummen.
Die
Sonnenscheindauer in den Landeshauptstädten reichte von 197 Stunden in
Salzburg bis 246 Stunden in Klagenfurt. Salzburg wies auch bei den
relativen Mengen zusammen mit St. Pölten mit ja 88 Prozent das Minimum
auf. Innsbruck mit genau 100 Prozent erreichte die größte relative
Menge.
WITTERUNGSÜBERSICHT AUGUST 2004
Der
August 2004 war bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen
allgemein überdurchschnittlich warm.
Die
Monatsmittel der Temperatur lagen in großen Teilen Österreichs 1,5 bis
2,5 °C über dem Normalwert. Geringere Abweichungen von 0,5 bis 1,5 °C
wurden für Teile Kärntens errechnet, ebenso für einen Landstrich von der
Stadt Salzburg über das steirische Ennstal und den Semmering bis in das
Burgenland. Der Temperaturverlauf zeigt vom Monatsanfang an sommerliche
Werte bis zum 19. oder 20. August. In Westösterreich gab es kurz vor der
Monatsmitte eine markante Abkühlung. In der letzten Dekade wechselten
kühle und wärmere Tage mehrmals ab, mit hochsommerlicher Hitze war es
aber vorbei. Zum Ultimo gab es einen weiteren Einbruch kühler
Luftmassen. Das Monatsmaximum der Temperatur trat gestreut auf.
Graz-Thalerhof verzeichnete am 19. August mit 34,8 °C den absoluten
Höchstwert. Das Monatsminimum fiel nahezu überall in die letzte Dekade.
Der absolute Tiefstwert von 2,9 °C wurde am 28. August in Seefeld
erreicht.
Die
Monatssummen des Niederschlags blieben im äußersten Westen, vom
nördlichen Oberösterreich ostwärts bis zur March, aber auch im Südosten
Österreichs unter 75 % des Normalwertes. 125 bis 175 % fielen von
Osttirol über Teile Kärntens und der Obersteiermark bis zu den Ennstaler
Alpen. Im übrigen Österreich entsprachen die Niederschläge etwa dem
langjährigen Durchschnitt.
Die
Sonnenscheindauer in den Landeshauptstädten betrug minimal 214 Stunden
in Salzburg und maximal 284 Stunden in Eisenstadt. Im Vergleich zum
Normalwert wies Bregenz mit 104 % die kleinste und Wien mit 122 % die
größte relative Menge auf.
WITTERUNGSÜBERSICHT SEPTEMBER 2004
Der
September 2004 war bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen
normal bis leicht übernormal temperiert.
In
großen Teilen Österreichs entsprachen die Monatsmittel der Temperatur
annähernd dem langjährigen Durchschnitt. Vom Inntal über den Süden
Salzburgs bis in Teile Unterkärntens wurden Abweichungen von 0,5 bis 1,5
°C erreicht, ebenso in einigen Landstrichen Ober- und Niederösterreichs
vom nördlichen Innviertel bis in das südliche Mostviertel. Der
Temperaturverlauf zeigt in der ersten Dekade nach kühlem Monatsbeginn
eine spätsommerlich warme Phase. In der zweiten Dekade wechselten
einander warme und kühle Tage ab, bis in der dritten Dekade die
Temperatur spätestens am 24. September deutlich unter den Normalwert
fiel. Sowohl die höchsten als auch die tiefsten Temperaturen traten
gestreut auf. Der absolut höchste Wert wurde am 4. September in Neusiedl/See
mit 29,4 °C erreicht. Die mit –1,1 °C absolut tiefste Temperatur des
Monats stammt vom 18. September aus Stift Zwettl.
Die
Monatssummen des Niederschlags erreichten im Bereich der nördlichen
Kalkalpen Salzburgs bis Niederösterreich und nördlich davon 125 bis 190
% des Normalwertes, ebenso lokal im Mühl- und Weinviertel. Im Süden und
Osten von Osttirol bis zum Burgenland fielen dagegen weniger als 75 %.
Im übrigen Österreich wurden normale Niederschlagsverhältnisse
verzeichnet.
Die
Sonnenscheindauer in den Landeshauptstädten betrug minimal 169 Stunden
in Bregenz und Salzburg und maximal 222 Stunden in Graz. Verglichen mit
den Normalwerten liegen Eisenstadt und Graz mit je 128 % an der Spitze,
während Salzburg mit 98 % an letzter Stelle aufscheint.
WITTERUNGSÜBERSICHT OKTOBER 2004
Der
Oktober 2004 war bei sehr unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen
allgemein übernormal mild.
Die
Monatsmittel der Lufttemperatur lagen strichweise in Ober- und
Niederösterreich, in Wien und im nördlichen Burgenland 1,0 bis 1,5 °C
über dem langjährigen Durchschnitt. Überall sonst betrugen die
Abweichungen 1,5 bis 3,0 °C, in Föhnlagen von Inn- und Salzachtal auch
mehr. In Westösterreich zählt dieser Oktober zu den wärmsten der
jüngsten 50 Jahre. Der Temperaturverlauf zeigt in der ersten und dritten
Dekade teils stark übernormale Mittelwerte. Dazwischen gab es einen
besonders im Osten und Süden kräftigen Kälteeinbruch. Maximum und
Minimum der Temperatur traten gestreut auf. Der absolut höchste Wert von
27,1 °C wurde am 5. Oktober in Salzburg-Freisaal erreicht. Mit –2,9 °C
meldeten Stift Zwettl am 12. und Mariapfarr am 18. Oktober den absolut
tiefsten Wert.
Von
den niederösterreichischen Voralpen bis in das Tullner Feld und bis in
das südliche Wiener Becken wurden nur 50 bis 75 % der normalen
Niederschlagsmengen erreicht. Im Norden Österreichs wurden dagegen
strichweise bis um 200 % verzeichnet. Besonders feucht verlief dieser
Oktober aber in Oberkärnten, wo starke Regenfälle gegen Monatsende für
relative Mengen von 175 bis 283 % (Obervellach) des Erwartungswertes
sorgten. In großen Teilen Österreichs vom Bodensee bis zum Neusiedlersee
entsprachen die Niederschläge dem Normalwert. Am 17. Oktober lag in
einigen Alpentälern bis gegen 1000 m Seehöhe herab Schnee.
Die
Zahl der Sonnenstunden in den Landeshauptstädten reichte von 101 in
Bregenz bis 155 in Innsbruck. Die relativen Sonnenscheindauern bezogen
auf den Normalwert liegen zwischen minimal 75 % in Eisenstadt und
maximal 113 % in Linz.
WITTERUNGSÜBERSICHT NOVEMBER 2004
Der
November 2004 war bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen
normal bis übernormal temperiert.
Vom
Bodensee ostwärts bis Mariazell wurden annähernd normale
Temperaturmonatsmittel erreicht. Im übrigen Österreich lagen die
Temperaturen 0,5 bis 2 °C über dem langjährigen Durchschnitt. Die
höchsten Monatsmittel waren im oberen Drau- und Murtal, im Waldund
Weinviertel sowie zwischen Wels und Amstetten zu finden. Nach einem sehr
warmen Monatsbeginn wechselten ab dem 7. November über- und
unterdurchschnittlich warme Tage in rascher Folge, nur in Vorarlberg und
Tirol blieb es bis zum Beginn der dritten Dekade fast durchwegs zu kühl.
Das Maximum der Lufttemperatur wurde überwiegend zwischen 1. und 4.
November verzeichnet. Der absolute Höchstwert von 24,8 °C stammt vom 4.
d.M. aus Windischgarsten. Das Temperaturmonatsminimum trat gestreut auf.
Am kältesten war es mit –13,9 °C am 16. November in Seefeld.
Die
Monatssummen des Niederschlags erreichten in großen Teilen West- und
Südösterreichs nur 25 bis 75 % des Normalwertes. Lediglich in Osttirol
und den angrenzenden Gebieten Oberkärntens wurden knapp normale Summen
verzeichnet. Weiter nördlich entsprachen die Niederschlagssummen
vielfach den Normalwerten. Vom Sensengebirge bis zum Schneeberg sowie im
äußersten Norden und Nordosten wurden sogar 125 bis 150 % des
Erwartungswertes gemessen. Während in vielen Niederungen zwar
Schneefälle auftraten, daraus aber keine Schneedecke entstand,
verzeichneten manche Messstellen von Reisach im Gailtal bis Lilienfeld
Neuschneesummen von mehr als 50 cm.
Die
Anzahl der Sonnenstunden in den Landeshauptstädten betrug minimal 42 in
Linz und maximal 81 in Klagenfurt. Damit lag Klagenfurt auch mit 125 %
des Normalwertes an erster Stelle, die geringste relative Dauer wies
Innsbruck mit nur 57 % (56 statt 98 Stunden) auf.
WITTERUNGSÜBERSICHT DEZEMBER 2004
Der
Dezember 2004 war in großen Teilen Österreichs mild mit unternormalen
Niederschlagsmengen.
Die
Monatsmittel der Lufttemperatur lagen von Tirol bis zum südlichen
Burgenland um 0,5 bis 2,5 °C über dem langjährigen Durchschnitt. Die
größten positiven Abweichungen wurden vom südlichen Salzburger Land bis
zur südlichen Steiermark ermittelt. In Vorarlberg und vom nördlichen
Salzburg bis in den Norden und Osten Österreichs entsprachen die
Monatsmittel strichweise dem Normalwert oder lagen lokal (Stadt
Salzburg) unter diesem. Der Temperaturverlauf zeigt einen allmählichen
Rückgang der Tagesmittel vom 1. Dezember bis um die Monatsmitte, einen
kräftigen Kaltlufteinbruch kurz vor Weihnachten und ein pünktliches und
ausgeprägtes Weichnachtstauwetter. Das Monatsmaximum der Temperatur trat
gestreut auf. Der absolut höchste Wert des Monats von 14,4 °C wurde am
25.12. auf der Hohen Wand (NÖ) gemessen. Das Monatsminimum fiel häufig
auf den 21. oder 22. d.M. Der absolut tiefste Wert des Monats von –24,0
°C stammt vom 22.12. aus Seefeld.
Im
Westen, Norden und Osten Österreichs betrugen die Niederschlagssummen
weniger als 75 % des Normalwertes, von Salzburg bis in den Westen
Niederösterreichs sogar weniger als 25 %. Nur Österreichs Süden empfing
verbreitet normale, lokal in Oberkärnten sogar bis zu 60 % übernormale,
Niederschlagsmengen. Hier fielen auch um Weihnachten große Schneemengen,
während im übrigen Österreich nur in höheren Lagen Westösterreichs und
der nördlichen Kalkalpen nennenswerte Neuschneemengen verzeichnet
wurden. Viele Niederungen von Oberösterreich bis in das Burgenland und
in die Steiermark blieben ohne Schneedecke.
Die
Anzahl der Sonnenstunden reichte in den Landeshauptstädten von 39 in St.
Pölten bis 124 in Innsbruck. Im Vergleich zum Normalwert verzeichnete
Wien-Hohe Warte mit 79 % (41 statt normal 52 Stunden) das Minimum und
Innsbruck mit 159 % das Maximum.
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