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WETTERÜBERSICHT
2003: WARM
mit wenig Regen
Das
Jahr 2003 war allgemein überdurchschnittlich warm bei in großen Teilen
Österreichs unterdurchschnittlichen Niederschlagsmengen.
Die
Jahresmittel der Lufttemperatur lagen verbreitet um 0,6 bis 1,4 °C über
dem langjährigen Durchschnitt. Vom Nordrand der Hohen Tauern bis zum
Hausruck und über das obere Ennstal und die Niederösterreichischen
Kalkalpen bis St. Pölten und Eisenstadt waren die positiven Abweichungen
etwas geringer. Nur der Februar und der Oktober brachten deutlich unter
dem Normalwert liegende Monatsmittel. Dafür war der Sommer 2003
allgemein der wärmste seit Beginn regelmäßiger meteorologischer
Messungen. In der bis 1775 zurück reichenden Wiener Messreihe nimmt das
aus 24-Stunden-Werten (andere Berechnungsmethode als in der
Jahrestabelle) errechnete Jahresmittel von 11,1 °C die vierte Stelle
hinter dem mit 11,8 °C bisher wärmsten Jahr 2000 sowie des Jahren 1994
und 2002 ein.
Das
Jahresmaximum der Temperatur wurde fast überall am 13. August erreicht.
Der absolute Höchstwert wurde an diesem Tag mit 38,6 °C in Zwerndorf/March
ermittelt. Das Jahresminimum trat gestreut auf. Gars am Kamp
verzeichnete mit –26,7 °C am 12. Jänner den absoluten Tiefstwert.
Die
Niederschlagssummen erreichten nur im Südwesten und Süden Österreichs
strichweise den langjährigen Durchschnitt. Im übrigen Österreichs blieb
es meist bei nur 70 bis 90 % des Erwartungswertes. Lokal wurden sogar
weniger als 70 % gemessen, unter anderem vom südlichen Wiener Becken bis
in den Raum Neusiedl/See oder im äußersten Südosten Österreichs.
Neusiedl/See (348 mm), Poysdorf (377 mm) und Retz (384 mm) blieben unter
400 mm Jahresniederschlag.
Die
meisten Niederschlagstage wurden, von den Bergen abgesehen, mit 173 in
Lofer gezählt, die wenigsten mit 110 in Retz.
WITTERUNGSÜBERSICHT JÄNNER 2003
Der Jänner war bei unterschiedlichen
Niederschlagsverhältnissen
normal bis übernormal temperiert.
Die
Monatsmittel der Lufttemperatur lagen in
beträchtlichen Teilen West-, Nord- und Ostösterreichs sowie
im
Südosten um den Normalwert. Vom Bodensee über das
Unterinntal, das mittlere Salzachtal und über das
Salzkammergut bis in Teile von Mühl- und
Waldviertel sowie
bis zum Schneeberg findet man Gebiete mit Abweichungen
von 0,5
bis 1,5 °C. Ebenso mild verlief der Jänner in Osttirol
und Kärnten. Vom Pongau über den Lungau bis in
das
obere
steirische Murtal und bis in das Gurktal wurden sogar
Abweichungen von zwei Grad C oder etwas mehr erreicht.
Ab dem Monatsbeginn beherrschte milde Luft das
Wetter im
Westen und Süden, bis zum 4. setzte sie sich in
ganz Österreich durch. Danach folgten Tage mit
immer
strengerem Frost, ehe um die Monatsmitte kräftige
Erwärmung einsetzte. Die zweite Monatshälfte
brachte
häufigen
Wechsel von wärmeren und kühleren Tagen,
verlief verbreitet aber insgesamt
überdurchschnittlich mild. Das Monatsmaximum der Temperatur trat
verbreitet am
2. oder 3., teilweise aber auch erst am 28. auf.
Der
absolut höchste Wert wurde in Dornbirn mit 15,0 °C
am 2. Jänner gemessen. Das Monatsminimum fiel
häufig
auf den
12. oder 13.; das absolute Monatsminimum von
-26,7 °C stammt vom 12. aus Gars am
Kamp.
Den häufigen West- und Nordwestwetterlagen
entsprechend lagen die Monatssummen des Niederschlags
in großen Teilen Ober- und Niederösterreichs
sowie in Wien
um 25 bis 100 % über dem langjährigen Durchschnitt. Im
übrigen
Österreich wurden verbreitet etwa normale
Niederschlagssummen ermittelt. Nur 30 bis 75 % des
Erwartungswertes wurden in Osttirol und im angrenzenden
Oberkärnten sowie im Südosten Salzburgs und in
der
westlichen Obersteiermark erreicht.
Nach dem milden Monatsbeginn bildete sich im
Süden
und
Westen oberhalb von 500 bis 1000 m Seehöhe eine bis
zum
Monatsende vorhandene Schneedecke. Einige Tage
mit Schneelage wurden aber überall in
Österreich
verzeichnet. In den trockenen Gebieten Südwestösterreichs
blieben allerdings auch die
Neuschneemengen weit unter
dem Durchschnitt.
WITTERUNGSÜBERSICHT FEBRUAR 2003
Im
Februar 2003 lagen Temperatur und Niederschlagsmengen unter den
Normalwerten.
Die
Monatsmittel der Lufttemperatur unterschritten den langjährigen
Durchschnitt um 0,5 bis mehr als vier Grad C. Relativ mild mit
Abweichungen von –0,5 bis –1,5 °C verlief der Monat in Osttirol und im
angrenzenden Bereich Oberkärntens sowie strichweise im südlichen
Salzburg und im oberen steirischen Murtal. Besonders kalt mit
Abweichungen von mehr als –3,5 °C war es im nördlichen Salzburg und in
Teilen des Inn-, Hausruck- und Traunviertels, sowie vom steirischen
Ennstal zu den niederösterr. Kalkalpen.
Die
Tagesmittel der Lufttemperatur blieben in Tal- und Beckenlagen fast
durchwegs unter den Normalwerten. Deutlich überschritten wurden diese
nur im Westen und Süden gegen Monatsende sowie auf den Bergen während
der letzten neun Tage. Das Monatsmaximum der Lufttemperatur wurde
allgemein in den letzten Tagen des Monats erreicht. Bruck a. d. Mur
verzeichnete am 28. mit 14,9 °C den absoluten Höchstwert. Das
Monatsminimum trat gestreut auf. Der absolut tiefste Wert wurde am 17.
mit –22,0 °C in Seefeld gemessen.
Nennenswerte Niederschläge fielen im Westen, Nordwesten und Süden
Österreichs nur während der ersten acht Februartage; der Rest von
Österreich blieb auch in diesen Tagen extrem trocken. Danach brachte bis
Monatsende beinahe durchgehender Hochdruckeinfluss anhaltende
Trockenheit. Dementsprechend lagen die Monatssummen des Niederschlags
fast durchwegs unter 75 % der Normalmengen, in der Osthälfte Österreichs
beinahe überall unter 25 %. In Teilen Niederösterreichs, in Wien und im
nördlichen Burgenland wurde der trockenste Februar seit Beginn der
jeweiligen Messreihen verzeichnet. Wien und Eisenstadt mit jeweils nur
einem Millimeter sowie St. Pölten mit 4 Millimeter zählen zu diesen
Messstellen. In diesen Bereichen waren aber die Vormonate
niederschlagsreich.
Heftige Schneefälle zu Monatsbeginn sorgten von Vorarlberg bis in Teile
Oberösterreichs und bis Kärnten für eine Schneedecke an allen 28 Tagen
auch in den Niederungen.
WITTERUNGSÜBERSICHT MÄRZ 2003
Der
März 2003 war überdurchschnittlich warm und fast überall trocken.
Die
Monatsmittel der Lufttemperatur lagen verbreitet 1,5 bis 2,5 °C über dem
langjährigen Durchschnitt. Höhere Abweichungen wurden für Teile des
Westens und Südwestens Österreichs ermittelt. Nur 1,0 bis 1,5 °C wärmer
als normal war der Monat in Teilen des steirischen Ennstals und des
Salzkammergutes sowie im südlichen und östlichen Niederösterreich, im
Nordburgenland und in Wien.
Die
Tagesmittel der Lufttemperatur zeigen von Salzburg ostwärts größere
Schwankungen zwischen Kaltlufteinbrüchen um den 5., 14. und 23. März und
Warmwetterperioden um den 10. und in der letzten Märzwoche. Im Süden und
im äußersten Westen waren die Kaltlufteinbrüche deutlich weniger
wirksam. Das Monatsmaximum der Lufttemperatur trat häufig zwischen 27.
und 30. März ein. Absoluter Höchstwert waren 22,5 °C am 27. in Krems.
Das Monatsminimum trat gestreut auf. Am 23. wurde in Puchberg/Schneeberg
der absolut tiefste Wert von –10,5 °C gemessen.
Die
Monatssummen des Niederschlags erreichten nur lokal in Ober- und
Niederösterreich annähernd normale Werte. Im Westen, Norden und Osten
wurden verbreitet nur 25 bis 75 % der Normalmengen gemessen, im Süden
von Osttirol bis in das Südburgenland weniger als 25 %. Wie schon im
Vormonat war häufiges und dauerhaftes Hochdruckwetter Grund für die
Trockenheit. Einige Messstellen in Osttirol, Oberkärnten und im Lungau
meldeten Monatssummen von nur 0 oder 1 mm. Lienz verzeichnete seit dem
1. Februar 2003 insgesamt nur 2 mm Niederschlag; damit wurde der
Rekordwert aus dem Vergleichszeitraum 1949 von 7 mm unterboten.
Klagenfurt brachte es heuer in diesen beiden Monaten auf immerhin 14 mm,
1949 waren es nur 3 mm.
WITTERUNGSÜBERSICHT APRIL 2003
Der
April 2003 wies bei verbreitet unternormalen Niederschlagsmengen keine
größeren Abweichungen der Temperatur vom langjährigen Durchschnitt auf.
Die
Monatsmittel der Lufttemperatur lagen in Vorarlberg sowie strichweise in
Tirol, Salzburg und im Westen Oberösterreichs 0,5 bis 1,5 °C über dem
Normalwert. Um 0,5 bis 1 °C unternormale Monatsmittel ergeben sich für
den Westen und Süden Niederösterreichs, große Teile des Burgenlandes und
in der Steiermark für den Raum Ennstal – Mariazell. Der Verlauf der
Tagesmittel zeigt große Unterschiede zwischen der ersten Dekade und dem
restlichen Monat. Anfangs lag die Temperatur um den Normalwert oder nur
knapp unter diesem. Ein kräftiger Einbruch polarer Kaltluft ließ
spätestens ab dem 5. die Werte aber weit unter den Durchschnitt sinken.
Am 7. oder 8. erreichten einige Messstellen in Salzburg und Tirol,
darunter auch Innsbruck, die tiefsten dort je aufgezeichneten
Apriltemperaturen. Nach dem 12. setzte rasche Milderung ein; bis zum
Monatsende gab es kaum noch unternormale Tage. Zuletzt sorgte
Warmluftzufuhr am 29. und 30. für ungewöhnlich hohe Temperaturen und
einige neue April- Wärmerekorde (Salzburg, Linz-Hörsching, Wien-Hohe
Warte). Von den Bergstationen abgesehen wurde der absolute
Monatstiefstwert am 8. in Seefeld mit –19,7 °C erreicht. Der absolut
höchste Wert wurde am 30. mit 30,6 °C in Salzburg- Freisaal gemessen.
Die
Monatssummen des Niederschlages blieben in weiten Teilen Österreichs
unter 75 % der Normalmengen, im Waldviertel lokal sogar unter 25 %. Nur
vom Raume Innsbruck ostwärts über den Süden Salzburgs bis in das
steirische Murtal sowie in großen Teilen Kärntens wurden annähernd
normale Niederschlagssummen erreicht. Die seit Februar verbreitet
unternormalen Niederschläge führten bis jetzt zu Niederschlagsdefiziten
von meist 60 bis über 100 mm.
Die
Kälte während der ersten Dekade erlaubte lokal bis in die Niederungen
das Entstehen einer kurzlebigen Schneedecke.
WITTERUNGSÜBERSICHT MAI 2003
Der
Mai 2003 war bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen sehr warm.
In
großen Teilen Österreichs lagen die Monatsmittel der Temperatur um 2,5
bis 3,5 °C über dem langjährigen Durchschnitt. Etwas kleinere positive
Abweichungen wurden nur für den Bodenseeraum sowie für Osttirol und
angrenzende Teile Oberkärntens errechnet. Von Kufstein bis in das
südliche Burgenland wurden strichweise auch Abweichungen von knapp mehr
als 3,5 °C erreicht. Außergewöhnlich warm verlief vor allem die erste
Dekade, in der verbreitet in dieser Jahreszeit noch nie zuvor gemessene
Temperaturen auftraten und von Bregenz bis Reichenau/Rax an einigen
Orten auch neue Maxima für den Gesamtmonat erreicht wurden. Das relativ
pünktliche Eintreffen der Eismänner mit Frost und etwas Schnee in
alpinen Tallagen sowie ein weiterer Kälteeinbruch um den 20. blieben
Episoden. Die letzte Woche verlief wieder sommerlich warm.
Das
Monatsmaximum der Temperatur fiel meist auf den 5. oder 6. Mai. In
Salzburg-Freisaal wurde am 5. der absolut höchste Wert des Monats mit
33,4 °C abgelesen. Das Monatsminimum trat überwiegend am 15. oder 16.
auf. Absolut tiefster Wert war –3,5 °C am 16. in Mariapfarr. Insgesamt
zählte der Mai 2003 in vielen Regionen Österreichs zu den wärmsten seit
Beginn der Messungen. In der seit 1776 bestehenden Reihe 24-stündiger
Mittel von Wien-Hohe Warte nimmt er mit 17,9 °C die dritte Stelle hinter
1811 (18,4 °C) und 1797 (18,1 °C) ein. In manchen Orten mit kürzeren
Messreihen wird dieser Mai die bisher wärmsten übertroffen haben.
Die
Niederschlagsmengen waren stark von der Ergiebigkeit einzelner
Gewitterregen abhängig. In Teilen Vorarlbergs, in an Bayern angrenzenden
Teilen Oberösterreichs sowie im Südosten wurden weniger als 75 % der
Normalmengen gemessen. Im Süden Salzburgs und in Teilen Oberkärntens
sowie strichweise in Ostösterreich mit dem Schwerpunkt Wien betrugen die
Niederschlagssummen dagegen 125 bis 180 % des Erwartungswertes. In Graz
sowie südlich und südöstlich davon dauert die Trockenheit nun schon vier
Monate. In einigen Alpentälern gab es am 14. oder 15. Mai eine dünne
Schneedecke.
WITTERUNGSÜBERSICHT JUNI 2003
Der
Juni 2003 war der wärmste seit Messbeginn mit in großen Teilen
Österreichs unternormalen Niederschlagsmengen.
Die
Monatsmittel der Temperatur lagen in großen Teilen Österreichs 4,5 bis
6,5 °C über dem langjährigen Durchschnitt. Am größten waren die
Abweichungen in Vorarlberg und im Unterinntal. Nur im Nordosten war es
mit Abweichungen von knapp 4 bis 4,5 °C etwas „kühler“.
Die
aus dem Juni 1811 stammenden bisherigen maximalen Monatsmittel von 20,8
°C in Kremsmünster und 22,0 °C in Wien wurden um 0,4 °C übertroffen.
(Dabei handelt es sich um aus allen 24 Stunden und damit etwas anders
berechnete Werte als die in der Monatstabelle angegebenen.) An anderen
Messorten wurden die alten maximalen Monatsmittel deutlicher
übertroffen, eine Folge mehr oder weniger kürzerer Messreihen. Diese
hohen Monatsmittel sind aber nicht das Resultat extremer Hitzetage. Nur
vereinzelt (Gmunden) wurden neue absolute Tageshöchstwerte für Juni
verzeichnet. Völlig ausgeblieben sind aber Nordwest- und Nordströmungen
und damit verbundene Kaltlufteinbrüche, auch die sogenannte
„Schafskälte“. In West- und Südösterreich blieben die Temperaturen an
allen Tagen über den langjährigen Mitteln, im Norden und Osten ließen
kühlere Tage die Werte an zwei oder drei Tagen bis zum Normalwert
sinken.
Die
Monatshöchst- und -tiefstwerte traten gestreut auf. Die absolut höchste
Temperatur von 35,7 °C wurde am 11. in Andau und am 23. in Gmunden
gemessen. Stift Zwettl meldete am 23. mit nur 2,9 °C den tiefsten Wert
des Monats.
In
großen Teilen Österreichs erreichte der Niederschlag nur 25 bis 75 % der
Normalmengen. Einige Landstriche empfingen zwar statistisch normale
Niederschlagsmengen, der Schauer- oder Gewittercharakter größere
Niederschläge brachte aber teilweise mehr Schaden als Nutzen. So weist
Bischofshofen im unwettergeplagten Pongau die mit 130 % des
Erwartungswertes größte relative Monatsmenge auf. Am trockensten mit nur
9 % der Normalmenge verlief der Juni in Schwechat. In den seit Monaten
unter Wassermangel leidenden Gebieten im Süden und Südosten verschärften
Trockenheit und Hitze die Situation ebenso wie in Teilen Ober- und
Niederösterreichs.
WITTERUNGSÜBERSICHT JULI 2003
Der
Juli 2003 war bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen
überdurchschnittlich warm.
Die
Monatsmittel der Lufttemperatur lagen in großen Teilen Österreichs 1,5
bis 2,5 °C über dem langjährigen Durchschnitt. Im Unterinntal, vom
mittleren Salzachtal bis in das Salzkammergut sowie im äußersten
Südosten Österreichs wurden Abweichungen bis etwa drei Grad erreicht.
Allgemein war der Juli 2003 aber kühler als der vorangegangene
Rekord-Juni.
Nach
einem verbreitet noch heißen Monatsersten fiel die Temperatur rasch
unter die Normalwerte und leitete damit die erste kühle Periode seit
rund sechs Wochen ein. Im Westen und Süden setzte schon nach einer
knappen Woche wieder eine deutliche Erwärmung ein, im Osten dauerte das
kühle Wetter fast zwei Wochen. Die zweite Monatshälfte brachte ganz
Österreich hochsommerliche Hitze. Erst gegen Monatsende kühlte es wieder
markant ab.
Die
Monatsmaxima und –minima der Temperatur traten gestreut auf. Der absolut
höchste Wert des Monats von 36,0 °C wurde am 27. in St. Pölten gemessen.
St. Michael/Lungau erreichte am 6. mit 4,2 °C den absoluten
Monatstiefstwert.
Die
Monatssummen des Niederschlags erreichten in großen Teilen Österreichs
mit 75 bis 125 % des Erwartungswertes annähernd normale Mengen. Lokal in
Tirol und im nördlichen Waldviertel wurden etwas geringer relative
Mengen festgestellt, ebenso lokal in Unterkärnten und strichweise in der
Steiermark. Andererseits fielen im Mühlviertel und im Raume Linz-Wels
ebenso überdurchschnittliche Regenmengen wie in Osttirol und in einigen
Orten Oberkärntens. In vielen Teilen Österreichs war aber die erste
Julihälfte noch sehr niederschlagsarm. So verstärkte sich die seit
Monaten strichweise herrschende Trockenheit, eventuelle danach
einsetzende Niederschläge konnten bereits eingetretene Dürreschäden
nicht mehr gut machen. Und gerade der seit Monaten zu trockene Südosten
der Steiermark empfing auch im Juli wieder nur 50 % der normalen
Regenmenge. Bad Radkersburg weist seit 1. April d.J. ein
Niederschlagsdefizit von rund 190 mm auf.
WITTERUNGSÜBERSICHT AUGUST 2003
Der
August 2003 war bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen
außergewöhnlich warm.
In
großen Teilen Österreichs lagen die Monatsmittel der Lufttemperatur um 4
bis 5,5 °C über dem vieljährigen Durchschnitt. Nur vereinzelt traten
etwas geringere Abweichungen auf, die größte Abweichung von etwa 6 °C
wurde für Bad Radkersburg ermittelt. In ganz Österreich zählt dieser
August zu den wärmsten seit Messbeginn. In der bis in das 18.
Jahrhundert zurückreichenden Temperaturreihe von Wien nimmt dieser Monat
die dritte Stelle hinter den Vergleichsmonaten von 1807 und 1992 ein.
Der
Temperaturverlauf von Tag zu Tag zeigt vom 1. bis zum 29. August nur
eine kühlere Phase zur Monatsmitte. Aber auch zu diesem Zeitpunkt wurde
der Normalwert nur vereinzelt unterschritten. Erst zum Monatsende
erfolgte ein massiver Einbruch kalter Luft; am 31. war es dann in ganz
Österreich kälter als normal. Am 13. August verzeichneten fast alle
Messstellen den heißesten Tag des Monats und meist auch des Jahres.
Absoluter Höchstwert war die in Zwerndorf/March abgelesene
Maximaltemperatur von 38,6 °C. Damit wurde aber der Rekordwert von 39,0
°C vom 29.8.1992 aus Mistelbach nicht erreicht. Der absolut tiefste Wert
des Monats wurde mit 5,5 °C am 26. in Puchberg/Schneeberg erreicht.
Bis
kurz vor Monatsende war der August 2003 von Trockenheit geprägt, nur
lokal hatte es schon normale Regenmengen gegeben. Die letzten drei
Augusttage änderten die Situation im Süden dramatisch, im Rest von
Österreich in geringerem Maße. Weite Teile von West-, Nord- und
Ostösterreich empfingen in diesem Monat 25 bis 75 % des
Erwartungswertes. In diesen Gegenden sorgten nur lokale Gewitter für
günstigere Werte in Teilen des Waldviertels und im Raume
Semmering-Schneeberg. Von Osttirol bis in den Raum Graz wurden dagegen
mindestens normale Regenmengen gemessen. Heftige Unwetter Ende August
drücken sich in Kärnten in übernormalen Monatssummen aus, die bis 228 %
der Normalmenge in Klagenfurt reichen. Die größte 24-stündige Menge von
114 mm wurde am 29. August auf der Villacher Alpe gemessen.
WITTERUNGSÜBERSICHT SEPTEMBER 2003
Der
September 2003 wies unterschiedliche Temperatur- und
Niederschlagsverhältnisse auf.
Von
Osttirol bis in den Raum Bruck/Mur lagen die Temperaturmonatsmittel in
einem schmalen Landstrich um 0,5 bis 1 °C unter dem langjährigen
Durchschnitt. Strichweise vom Pongau bis in den Raum Wien und bis in die
südöstliche Steiermark übertrafen dagegen die Monatsmittel den
Normalwert um 0,5 bis 1,5 °C. Der Temperaturverlauf zeigt von
Monatsbeginn bis über die Monatsmitte mehr unter- als übernormal
temperierte Tage. Bei anhaltendem Hochdruckeinfluss stellte sich nach
der Monatsmitte eine warme, im Osten auch sommerlich heiße Periode ein.
In Wien, Niederösterreich und im Burgenland wurden in diesem Zeitraum
noch über 30 °C gemessen. Die letzte Septemberwoche brachte wieder der
Jahreszeit entsprechende Temperaturen.
Das
Monatsmaximum der Temperatur wurde allgemein zwischen 19. und 22.
erreicht. Der absolut höchste Wert von 30,5 °C wurde am 22. in
Schwechat, Stockerau, Zwerndorf und Wien – Hohe Warte abgelesen. Das
Monatsminimum stammt oft vom 25. oder 26. d.M., der absolut tiefste Wert
von –2,7 °C trat aber schon am 4. September in St. Michael/Lungau auf.
Die
Monatsummen des Niederschlags zeigen ebenfalls ein uneinheitliches Bild.
Weniger als 75 % der normalen Niederschlagsmengen fielen im äußersten
Westen Österreichs ebenso wie im Raume Innsbruck und in großen Teilen
Südösterreichs. Besonders trocken mit weniger als 25 % des
Erwartungswertes verlief der September 2003 in Osttirol und im
angrenzenden Teil Oberkärntens. Ebenfalls zu den trockenen Gebieten
zählen der Norden Oberösterreichs, das östliche Weinviertel und der Raum
Neusiedl/See. Im Norden Salzburgs, im Salzkammergut und in Teilen
Niederösterreichs südlich der Donau war dagegen ein feuchter September
mit bis zu 160 % des Sollwertes zu verzeichnen.
WITTERUNGSÜBERSICHT OKTOBER 2003
Der
Oktober 2003 war kalt und in den größten Teilen Österreichs
niederschlagsreich.
Die
Monatsmittel der Lufttemperatur wiesen im Großraum Innsbruck, in Kärnten
sowie in Teilen des südlichen Salzburg und der Steiermark Abweichungen
von –0,5 bis –1,5 °C vom Normalwert auf. Von Vorarlberg bis in den
Westen und Norden Niederösterreichs und bis zum Wechsel wurden für weite
Teile dieses Raumes Abweichungen von –2,5 bis –3,5 °C ermittelt. Sehr
kalt mit Abweichungen bis –4,6 °C verlief dieser Oktober auch auf den
Bergen.
Nur
zu Monatsbeginn gab es einige in ganz Österreich übernormal warme Tage.
Nach dem 5. wurde die dann herrschende Kälte nur noch um den 11. und 21.
Oktober kurz unterbrochen oder gemildert. Eine Vorahnung deutlicher
Erwärmung hatte man örtlich zum Monatsende. Das Monatsmaximum der
Temperatur fiel meist auf den 2. oder 3.; der absolut höchste Wert von
26,3 °C trat am 2. Oktober in Andau auf. Das Monatsminimum trat
verbreitet im Zeitraum vom 25. bis 28. Oktober auf. Zuvor war von Norden
Kaltluft eingeströmt; nach Störungsabzug folgte eine Reihe klarer und
ungewöhnlich kalter Nächte. Die für Tal- und Beckenlagen absolut tiefste
Temperatur wurde am 25. Oktober mit –13,3 °C aus Mariapfarr gemeldet. An
diesem Morgen wurden von Seefeld bis Wr. Neustadt an einigen Orten neue
absolute Oktober-Tiefstwerte gemessen.
Nur
Teile Kärntens, Niederösterreichs und des Burgenlandes sowie Wien
empfingen annähernd normale Monatsmengen des Niederschlages. Überall
sonst fielen teilweise sogar stark übernormale Niederschläge, besonders
in Westösterreich. In Bregenz bewirkte die ungewöhnlich hohe Tagesmengen
von 127 mm am 5. und eine Reihe weiterer ergiebiger Regenfälle eine
relative Monatsmenge von 332 % des Erwartungswertes. Vom 23. zum 24.
Oktober führten ergiebige Schneefälle verbreitet zur Bildung einer
Schneedecke, die an einigen Orten Ostösterreichs die früheste je in
Oktober beobachtete war, darunter auch Wien-Hohe Warte, Graz und
Eisenstadt.
WITTERUNGSÜBERSICHT NOVEMBER 2003
Der
November 2003 war bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen
allgemein sehr mild.
In
großen Teilen Österreichs lagen die Monatsmittel der Lufttemperatur 1,5
bis 3,5 °C über dem langjährigen Durchschnitt. Etwas geringere
Abweichungen ergaben sich nur für den Flachgau mit der Stadt Salzburg
und angrenzenden Teilen Oberösterreichs sowie für Rheintal und den
Bodenseeraum. Besonders warm mit Abweichungen über 3,5 °C verlief der
November vom oberen Ennstal über den Lungau und den Osten Kärntens bis
in die südliche Steiermark sowie im Außerfern. Der Temperaturverlauf
zeigt zwar ein ständiges Auf und Ab der Tagesmittel, längere
unterdurchschnittliche Phasen waren aber verbreitet nur in der ersten
Monatshälfte festzustellen. Die dritte Dekade gab dann mit sehr mildem
Wetter des Ausschlag. Noch wärmer als heuer war der November zuletzt im
Vorjahr. Monatsmaximum und Monatsminimum traten gestreut auf.
Der
absolut höchste Wert von 21,3 °C wurde am 23. November in Feldkirch
erreicht. 7,7 °C am 6. November in St. Michael/Lungau war der absolute
Tiefstwert.
Weite Teile Österreichs vom Walgau bis zum Neusiedlersee weisen
unternormale Niederschlagsmengen mit nur 25 bis 75 % des
Erwartungswertes auf. Am Bodensee wurden normale Mengen gemessen. Am
Alpenhauptkamm und südlich davon erreichten die Niederschläge dagegen
normale oder wesentlich übernormale Mengen. In Osttirol und im
angrenzenden Teil Oberkärntens wurden knapp über 200 % des
Erwartungswertes erreicht. Hier wirkten sich zwei Hauptniederschlagstage
aus, der 1. und der 26. November. Nach dem frühen Wintereinbruch im
Oktober blieben die Niederungen im November schneefrei. Vereinzelt wurde
oberhalb 500 – 600 m Seehöhe eine kurzlebige Schneedecke gemeldet.
WITTERUNGSÜBERSICHT DEZEMBER 2003
Der
Dezember 2003 wies unterschiedliche Temperaturund
Niederschlagsverhältnisse auf
Im
Westen und Süden Österreichs lagen die Monatsmittel der Lufttemperatur
0,5 bis 3,5 °C über dem langjährigen Durchschnitt. Im Norden und Osten
entsprachen die Monatsmittel teilweise dem Normalwert, teilweise lagen
sie 0,5 bis 1,5 °C über diesem. Der Temperaturverlauf zeigt recht
häufige Wechsel zu kühler und zu warmer Tage. Besonders mild waren die
ersten Tage des Monats, auch kurz vor der Monatsmitte wurden häufig
stärker übernormale Werte verzeichnet. Das Monatsmaximum der Temperatur
trat gestreut auf. Der absolut höchste Wert wurde am 2. Dezember bei
Föhn in Feldkirch mit 20,3 °C gemessen. Herausragend war aber die Kälte
zu Weihnachten. Polare Kaltluft ließ die Temperatur am 24. und 25. in
ganz Österreich auf die Monatstiefstwerte sinken. Die absolut tiefsten
Temperaturen waren –25,4 °C am 24. Dezember in Seefeld und –24,8 °C am
25. Dezember in Mariazell.
Von
Vorarlberg bis zum Wienerwald fielen weniger als 75 % der normalen
Niederschlagsmengen. Die Regen- und Schneefälle der letzten Tage des
Monats ließen im Süden und Osten, aber auch im Norden von Wald- und
Mühlviertel die Summen noch auf zumindest normale Werte steigen. Im
Raume Mürztal-Semmering sowie im äußersten Nordosten Österreichs wurden
übernormale Monatssummen von 125 bis knapp über 175 % gemessen. Schnee
lag selbst in Höhen von 1500 bis 2000 m nicht an allen Tagen des Monats.
In den Niederungen blieben Schneedecken verbreitet nur kurzlebig oder
bildeten sich erst im Verlaufe des 31.
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