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Wetterchronik Österreich (Service von ZAMG) 


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WETTERÜBERSICHT 2001:   WARM, aber nicht EXTREM

   Weltweit soll das Jahr 2001 das zweitwärmste nach 1998 gewesen sein, in Österreich ist es aber nicht rekordverdächtig.  

   Bis März waren außergewöhnlich hohe Temperaturen zu verzeichnen, besonders im Süden Österreichs. Danach wechselten sich bis Juli kühle und warme Monate ab. Einem strahlend sonnigen August folgte ein kalter verregneter September. Die einzigen Rekorde brachte der Oktober, der mancherorts der wärmste seit Beginn der Messreihen war. Einem unauffälligen November folgte zuletzt ein winterlich kalter Dezember. 

   Die Jahresmittel der Temperatur liegen nach diesem Verlauf nahezu überall in Österreich über dem Normalwert, besonders deutlich mit Abweichungen von mehr als einem Grad C in Unterkärnten sowie im Süden der Steiermark und des Burgenlandes. Nur normale Jahresmittel werden im Pinzgau sowie vom steirischen Salzkammergut Nordostwerts bis in das Waldviertel erreicht werden. Im übrigen Österreich betragen die Abweichungen vom langjährigem Mittel 0,2 bis 1,0 Grad C.

   Mit diesen Werten ist 2001 um gut ein Grad C kühler als das Rekordjahr 2000. In der mehr als 200-jährigen Reihe 24-stündiger Temperaturmittel von Wien wurden allein in den jüngsten 20 Jahren für acht Jahre höhere Jahresmittel errechnet als für 2001.
Die Temperaturextreme des Jahres waren 36,2 Grad am 15.7. in Langenlebarn und, von Bergstationen abgesehen, -23,2 Grad C am 14.12. in Bad Mitterndorf. 

   Das Überwiegen von Niederschlägen bei West- bis Nordwetterlagen gegenüber Tiefdruckgebieten im Süden spiegelt sich in den Jahressummen des Niederschlages. Von Osttirol über Kärnten und große Teile der Steiermark bis in das Burgenland und in den Südosten Niederösterreichs wurden weniger als 90 Prozent der normalen Jahresmengen gemessen. In der südöstlichen Steiermark und im Südburgenland waren es sogar weniger als 70 Prozent - Nachwirkungen der schlimmen Dürre vom späten Frühjahr bis in den August. Im übrigen Österreich entsprachen die Niederschlagsmengen dem Erwartungswert, in Nordtirol sowie in großen Teilen Oberösterreichs wurden mehr als 110 Prozent desselben erreicht. Der Stau an den nördlichen Kalkalpen in Oberösterreich oder lokale Unwetterereignisse im Sommer brachten lokal (St. Wolfgang, Puchberg) 140 bis 150 Prozent des langjährigen Durchschnitts. Wie schon im Vorjahr ließ die Sonne auch 2001 große Teile Österreichs nicht im Stich. Nur St. Pölten weist ein ganz geringes Defizit an Sonnenstunden auf, in allen anderen Landeshauptstädten wurden kleinere oder größere Sonnenstundenüberschüsse verzeichnet. Klagenfurt mit einem Plus von etwa 300 Sonnenstunden gegenüber dem Plansoll erwies sich wieder als der sonnige Süden Österreichs.

WITTERUNGSÜBERSICHT JÄNNER 2001

Der Jänner 2001 war bei sehr unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen fast überall zu mild.

Die Monatsmittel der Lufttemperatur liegen im äußersten West und im Süden Österreichs sowie in Teilen Salzburgs 1,5° bis 3,5° C über dem langjährigen Durchschnitt, in Kärnten strichweise sogar um mehr als 4° C. Im übrigen Österreich war der Jänner 2001 um 0,5° bis 2° C wärmer als normal. Nur im oberösterreichischen Alpenvorland sowie vom Ennstal über Mariazell und St. Pölten bis in das westliche Waldviertel wurden dem Durchschnitt entsprechende Temperaturen ermittelt.

Der Temperaturverlauf zeigt nur zu Monatsbeginn, um die Monatsmitte und im Westen auch am Monatsende unterdurchschnittliche Werte. Besonders warm war es zwischen 6. und 10. Jänner in Kärnten.

Das absolute Maximum der Temperatur wurde in Feldkirch am 24. mit 16,4° C erreicht. Bereits am 1. trat das absolute Minimum von –20,8° C in St. Michael/ Lungau auf.

Die Monatssummen des Niederschlags erreichten im Westen, Norden und Osten nur strichweise normale Mengen. Verbreitet blieben sie unter dem Erwartungswert; im steirischen Salzkammergut und Ennstal wie im nördlichen Burgenland wurden nur etwa 30 Prozent des Normalwertes gemessen. Im Süden sorgten hingegen kräftige Niederschläge in der ersten Dekade für wesentlich höhere Mengen. Reisach meldete am 7. Jänner 117 mm Niederschlag und ist mit über 300 Prozent des Erwartungswertes Spitzenreiter dieses Jänners.

31 Tage mit Schneedecke wurden meist erst oberhalb von 1000 – 1200 m Seehöhe erreicht. Die maximalen Schneehöhen lagen wesentlich unter den im Jänner üblichen Werten. Völlig schneefrei blieben Teile Niederösterreichs ebenso wie der Bodenseeraum.

WITTERUNGSÜBERSICHT FEBRUAR 2001

Der Februar war bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen sehr mild.

Die Monatsmittel der Lufttemperatur lagen in großen Teilen West-, Nord- und Ostösterreichs um 1, 5° bis 2, 5° C über dem langjährigen Durchschnitt.

Größere Abweichungen bis 3° C gab es in Vorarlberg. In Osttirol und Kärnten, im südlichen Salzburg und in großen Teilen der Steiermark sowie im Burgenland und im Südosten Niederösterreichs wurde der Normalwert um 2,5° bis 4° C übertroffen. Nur zu Monatsbeginn und gegen Monatsende traten unterdurchschnittliche Temperaturen auf. Verbreitet war allerdings der Februar 2000 noch wärmer als der heurige. Dagegen gab es in Klagenfurt einen wärmeren Februar zuletzt im 19. Jh. Der Monatshöchstwert trat gestreut auf. Das absolute Maximum stammt vom 7. d. M. mit 19, 3° C in Feldkirch. Zwischen 25. und 27. wurde meist der Monatstiefstwert erreicht. Das absolute Minimum von -18,4° C wurde am 27. in St. Michael/ Lungau abgelesen.

Die Monatssummen des Niederschlags blieben im Süden, im äußersten Osten sowie im Wald- und Weinviertel unter 75 Prozent des Normalwertes, lokal sogar unter 30 Prozent.

Von Tirol nördlich des Alpenhauptkammes bis zu den oberösterreichischen Kalkalpen verläuft ein Gebiet, in dem starke Schneefälle in der letzten Dekade für überdurchschnittliche Niederschlagsmengen sorgten. Hier wurde verbreitet im Februar 2001 mehr Neuschnee gemessen als in allen Vormonaten dieser Wintersaison zusammen. Im Süden und Südosten setzten dagegen größere Schneefälle erst im Verlauf des 28. ein. Eine Schneedecke an allen Tagen des Monats lag meist erst oberhalb von 900 – 1000 m Seehöhe.

WITTERUNGSÜBERSICHT MÄRZ 2001

Der März 2001 war bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen sehr mild.

Die Monatsmittel der Lufttemperatur lagen in großen Teilen Österreichs um 2,5° C bis 3,5° C über dem langjährigen Durchschnitt. Nur 1, 5° bis 2, 5° C zu warm verlief dieser März im Norden Ober- und Niederösterreichs sowie vom niederösterreichischen Alpenvorland über Wien bis in das nördliche Burgenland. Besonders mild mit Abweichungen bis über 4° C war der Monat im Inntal, in großen Teilen Kärntens sowie in Teilen Salzburgs, der Steiermark und des Burgenlandes.

Während in Westösterreich die Temperaturen kaum unter den Normalwert sank, gab es von Linz ostwärts um den 21. und um den 27. März zwei sehr kühle Perioden; letztere trat auch im Süden und Südosten auf.

Das Monatsmaximum der Temperatur trat gestreut auf; der absolut höchste Wert von 24,4° C stammt vom 25. März aus Leibnitz. Das Monatsminimum fiel überwiegend auf den Monatsbeginn. Am 2. März wurde in St. Michael/ Lungau mit –14,4° C der absolut tiefste Wert erreicht. Allgemein wärmer als heuer war der März in Österreich

zuletzt 1994.

Die Monatssummen des Niederschlags lagen nur gebietsweise in Tirol sowie in einem Landstrich von Oberkärnten nordostwärts bis Wien und im äußersten Südosten um den Normalwert oder sogar knapp darunter. Überall sonst wurde der Erwartungswert übertroffen.

Besonders niederschlagsreich mit mehr als 225% des langjährigen Durchschnitts verlief der März 2001 im Nordwesten Oberösterreichs sowie im Bodenseeraum.

Bregenz meldete an 28 Tagen Niederschlag. Schnee lag nur in Höhen oberhalb 1500m – 1800m an allen Tagen des Monats.

WITTERUNGSÜBERSICHT APRIL 2001

Der April 2001 war bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen normal bis leicht unternormal temperiert.

Die Monatsmittel der Lufttemperatur lagen von Vorarlberg bis in das nördliche Waldviertel und vom steirischen Salzkammergut über das niederösterreichische Alpenvorland bis zum nördlichen Burgenland um 0,5° bis 1,5° C unter dem langjährigen Durchschnitt. Im übrigen Österreich entsprachen die Monatsmittel annähernd den

Normalwerten.

In der ersten Aprildekade ergaben teils übernormale, teils unternormale Temperaturen einen vorerst der Jahreszeit entsprechenden Temperaturverlauf. Kaltlufteinbrüche mit Temperaturtiefpunkten um den 15. und um den 21. konnten durch sehr warme Tage zum Monatsende nur noch teilweise ausgeglichen werden. In vielen Orten Tirols und Vorarlbergs sowie auf den Bergen blieb der April knapp kühler als der gerade in Westösterreich sehr warme März 2001.

DasMonatsmaximum der Temperatur trat fast durchwegs am 30. auf. Absolut höchster Wert waren 27, 6° C in Linz- Stadt und Waidhofen/ Ybbs. Das Monatsminimum wurde meist am 14. oder 15. erreicht. Kältepol war Puchberg/ Schneeberg mit –8,0° C am 15.

Die Monatssummen des Niederschlags erreichten von Vorarlberg bis in den Nordwesten Niederösterreichs, in das obere Murtal und bis Oberkärnten 125 bis knapp über 200 Prozent des Normalwertes. Dagegen verlief der April in Niederösterreich östlich der Linie Wien – Schneeberg sowie im Burgenland zu trocken mit nur 50 bis 70 Prozent des Erwartungswertes.

Der Einbruch polarer Kaltluft am 13. bracht Schneefälle bis in die Niederungen. Eine Woche danach schneite es in West- und Südösterreich erneut, besonders ergiebig auf den Bergen und in den Gebirgsgauen Salzburgs. Orte über 500 m Seehöhe verzeichneten verbreitet mindestens einen Tag mit Schneedecke. Im Hochgebirge betrug die Neuschneemenge im April vier bis sechs Meter und übertraf an einigen Messstellen alle Vormonate dieses Winterhalbjahres.

WITTERUNGSÜBERSICHT MAI 2001

Der Mai 2001 war bei verbreitet unternormalen Niederschlagsmengen sehr warm.

Die Monatsmittel der Lufttemperatur lagen meist 2, 5° bis 3,5° C über dem langjährigen Durchschnitt. Noch etwas wärmer war es vom Raum Innsbruck ostwärts bis in den Pongau. Abweichungen von nur 1,5° bis 2,5° C wurden für große Teile Niederösterreichs, das nördliche Burgenland und für Stadtrandgebiete Wiens ermittelt.

Zu Monatsbeginn herrschten sehr hohe Temperaturen bis 30° C. Daran schloss sich wochenlang ein durchaus der Jahreszeit entsprechender Temperaturverlauf mit einigen zu kühlen Phasen. In der letzten Maiwoche setzten sich wieder Sommertemperaturen durch. Dementsprechend fielen die Monatsmaxima der Temperatur teils auf den 1. oder 2., teils auf den 29. oder 30. Mai. Der absolut höchste Wert von 32,3° C wurde am 29. in Dellach/ Drautal gemessen. An diesem Tag verzeichnete Klagenfurt den heißesten Maitag in der bis 1930 zurückreichende Datenreihe. Die Monatsminima traten gestreut auf. St. Michael/ Lungau verzeichnete am 20. mit –1, 4° C den absolut tiefsten Wert für Talstationen.

Die Monatssummen des Niederschlags erreichten in großen Teilen Österreichs nur 25 bis 75 Prozent des Normalwertes. In Osttirol und im angrenzenden Oberkärnten ebenso wie im südlichen Burgenland wurden sogar nur etwa 20 Prozent des Erwartungswertes gemessen. Annähernd normale Monatsmengen verzeichnen das Unterinntal, der Nordwesten Niederösterreichs und ein Landstrich im südöstlichen Salzburg und in der Obersteiermark.

Im äußersten Osten Österreichs, wo schon der April ein erhebliches Niederschlagsdefizit gebracht hatte, führte die anhaltende Trockenheit zu Problemen in der Landwirtschaft.

WITTERUNGSÜBERSICHT JUNI 2001

Der Juni 2001 war bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen teils normal, teils leicht unternormal temperiert.

Die Monatsmittel der Lufttemperatur lagen vom Bodensee bis ins Außerfern ebenso um 0,5° bis 1,5° C unter dem langjährigen Durchschnitt wie vom Pinzgau über den Raum Salzburg nach Ober- und Niederösterreich und bis in den Raum Eisenstadt. In großen Teilen Österreichs vom südlichen Vorarlberg bis in den äußersten Osten konnte aber das warme Wetter zum Monatsende die Kälteeinbrüche um den 3., den 11. und den 19. ausgleichen.

Heißester Tag des Monats war allgemein der 27. Juni. Der absolut höchste Temperaturwert des Monats wurde an diesem Tag am Flughafen Innsbruck mit 32,7° C gemessen.

Am 2. meldeten die Lungauer Stationen leichten Frost. Ähnlich kühl wie heuer verlief der Juni in weiten Teilen Österreichs zuletzt 1995. Von Vorarlberg bis Oberösterreich und bis in die Obersteiermark war der Juni 2001 kühler als der Vormonat.

Die Monatssummen des Niederschlages blieben in Osttirol und Teilen Kärntens sowie in der Oststeiermark, im Burgenland und im westlichen und südlichen Niederösterreich unter 75 % des Normalwertes. Feuchter als normal mit mehr als 125 % des Erwartungswertes verlief der Juni in großen Teilen Vorarlbergs und Tirols ebenso wie strichweise in Oberösterreich und lokal in der Obersteiermark.

In Teilen des Burgenlandes war das zweite Quartal 2001 nahezu ebenso niederschlagsarm wie im Vorjahr, heuer etwas gemildert durch die kühlere Witterung.

WITTERUNGSÜBERSICHT JULI 2001    

Entgegen dem persönlichen Empfinden vieler, vor allem der Ostösterreicher war es im Juli 2001 zu warm!!! 
Zwar "nur" um etwa 1°bis 1.5°C nördlich des Alpenhauptkammes und im Osten und immerhin um ca. 1.5°C im Unterkärnten und der südlichen Steiermark, was aber die (offenbar) zu hoch gesteckten Erwartungen nicht erfüllen konnte. 

Schnell vergessen waren die ersten zwei Juliwochen und die 36.2°C, welche am 15. in Tulln und in der Wiener City gemessen wurden. In Westösterreich und in Salzburg und Oberösterreich trat bereits am 6. oder 7. das Monatsmaximum der Lufttemperatur auf, im Süden oft erst am 22. Vom 16. bis 20. lagen die Temperaturen in ganz Österreich unter dem Mittel, vom 21. bis 25. blieben sie nur im Osten unter den Erwartungswerten.

Die im Osten verregneten Tage vom 20. bis 26. brachten der Landwirtschaft im Mühl-, Wald- und Weinviertel und im nördlichen Wiener Becken und Burgenland den lange ersehnten Niederschlag, wobei zwar die Normalwerte des Juli um 50% übertroffen wurden, das Niederschlagsdefizit des Gesamtjahres aber bei weitem noch nicht aufgefüllt werden konnte. Im übrigen Bundesgebiet bewegten sich die Niederschlagsmonatssumme um das Mittel, weniger als 50% fielen im unteren Murtal. Fast in ganz Österreich brachte der 19. bzw. der 20. die größten Mengen mit bis zu 80 Liter/m2 in den Nordstaulagen und 20 bis 40 Liter/m2 in Ostösterreich.

Die Sonne wird zwischen Bregenz und Linz die vorgesehenen 225 bis 230 Stunden übertreffen und den Juli mit einem Überschuss von etwa 10 (in Linz) bis 40 Stunden (in Bregenz) abschließen. Im Osten und Süden fehlen rund 10 bis 15 Stunden auf das Plansoll.

WITTERUNGSÜBERSICHT AUGUST 2001

Der August 2001 war ein sehr warmer und regional zu trockener Sommermonat.

Die Monatsmittelwerte der Lufttemperatur lagen mehrheitlich 2° bis 3° C über den Erwartungswerten. Vom Norden und Westen Österreichs zum Süden und Osten hin gestalteten sich die Temperaturabweichungen von mäßig zu stark übernormalen Werten, im Raum südöstlich von Graz war es um fast 4° C zu warm. Die Temperaturmaxima traten am 2., 3. und 4. sowie zwischen dem 14. und 16. auf, und zwar größtenteils mit Werten zwischen 30° und 34° C. Am 2. wurde mit 35,0° C in Jenbach das absolute Maximum registriert. Die tiefsten Temperaturen traten am 12. und 13. auf. Auch in tiefen Lagen sanken an diesen Tagen die Temperaturen deutlich unter 10° C. Mit der Zufuhr kühlerer Luftmassen wurden am 30. mehrfach ebenso tiefe Minima erreicht, wobei Zwettl mit 2,6° C das absolute August-Minimum die Niederungen betreffend registrierte.

Den August zeichnete eine relativ hohe Anzahl an Sommertagen (Tagesmaximum mind. 25° C) und an heißen Tagen (mind. 30° C) aus. Graz und Klagenfurt verzeichneten mit 25 Sommertagen bzw. 14 und 12 heißen Tagen die größte Anzahl unter den Landeshauptstädten. Nach Westen zu reduzierte sich die Zahl der Sommertage auf 16 bis 19 und die Zahl an heißen Tagen auf 4 bis 6. Die Rekordwerte des heißen August 1992 wurden jedoch nicht erreicht, damals wurden bis zu 30 Sommertage und bis zu 21 heiße Tage gemeldet.

Weite Teile Österreichs wiesen normale bis leicht unternormale Niederschlagsmengen auf. Die letzten beiden Tage des Monats besserten die Bilanz größtenteils noch deutlich auf. Die Regionen nördlich des Alpenhauptkammes von Vorarlberg bis nach Niederösterreich waren mit 70% bis 100% (lokal bis 200%) der Erwartungsmengen noch am besten beregnet. Ostkärnten, die südliche Steiermark und das Burgenland erreichten bis zu 75% der Normalwerte, der äußerste Südosten lediglich 25%. Die Messstelle Graz- Flughafen meldete insgesamt nur 28 l/ m², die bisher geringste Summe lautet dort 30 l/ m² (August 1951). Dieses Niederschlagsdefizit wirkte sich besonders in der Landwirtschaft in Ernteverlusten aus. Übernormale Werte traten im Mühl- und Waldviertel und den südlich angrenzenden Gebieten mit 125% bis 200% des Langzeitmittels auf und waren im wesentlichen durch heftige Gewitter mit ergiebigen Niederschlägen bedingt.

WITTERUNGSÜBERSICHT SEPTEMBER 2001

Der September 2001 war sehr kühl und verbreitet überdurchschnittlich niederschlagsreich.

Das Monatsmittel der Lufttemperatur lag in der Westhälfte Österreichs meist 1,5° bis mehr als 3° C unter dem langjährigen Durchschnitt. Mehr als 4° C unternormal waren die Temperaturmittel einiger Bergstationen. Im Osten war es mit Abweichungen von –0,5° bis –2,5° C vom Normalwert etwas milder. An manchen Orten besonders Westösterreich blieben die Tagesmittel an allen Tagen unternormal, an den anderen Messstellen gab es aber auch nur kurz dauernde milde Phasen um den 14., 24. und zum Monatsende. Ähnlich kühl oder noch kühler verlief der September 1996.

Der Monatshöchstwert der Temperatur fiel meist auf den 3. September; der absolut höchste Wert des Monats wurde mit 27,0° C in Bad Radkersburg aber erst am 4. erreicht.

Der Monatstiefstwert trat gestreut auf. In inneralpinen Tal- und Beckenlagen wie im Lungau oder im Ennstal gab es die ersten Frostnächte.

Die Monatssummen des Niederschlags lagen nur in Osttirol, Oberkärnten und im oberen Murtal um den Normalwert. Überall sonst übertrafen sie diesen, wobei der Norden und Osten Österreich niederschlagsreicher waren als der Westen und Süden. Im oberösterreichischen Salzkammergut sowie im Nordosten Österreichs wurden mehr als 275 % des Erwartungswertes gemessen. Mit 346 % eines normalen Septembers wurde in Eisenstadt der niederschlagsreichste September in der knapp siebzigjährigen Messreihe festgestellt. Damit wurde hier auch das bisherige Niederschlagsdefizit des Jahres 2001 ausgeglichen.

Sehr hoch war an vielen Orten die Zahl der Niederschlagstage. Außer im Süden lag sie meist über 20; in Reutte und Wels betrug sie sogar 26.

WITTERUNGSÜBERSICHT OKTOBER 2001

Der Oktober 2001 war niederschlagsarm und ungewöhnlich warm.

Das Monatsmittel der Lufttemperatur lag im Westen und Süden meist um 3° bis 5° C über dem langjährigen Durchschnitt, im Norden und Osten um 2,5° bis 4° C. An vielen Messorten mit relativ kurzen Datenreihen ist damit dieser Oktober der weitaus wärmste. Aber auch in der bis 1775 zurückreichenden Messreihe von Wien wurde der bisherige Höchstwert vom Oktober 1811 eingestellt, und in den bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück reichenden Daten von Salzburg oder Graz war bis heuer kein derart warmer Oktober zu finden.

Im Westen und Südwesten Österreichs war dieser Oktober wärmer als der vorangegangene September.

In manchen Regionen Österreichs blieben alle Tage des Monats über den Normalwerten. Auch wo dies nicht der Fall war, wurden die Normalwerte nur ein oder zwei Tage unterschritten, dann sorgten Sonne und Warmluftzufuhr immer wieder für Erwärmung.

Der Monatshöchstwert der Temperatur wurde häufig am 2. oder 3. Oktober erreicht. Das absolute Maximum trat am 2. in St. Pölten mit 27,8° C auf. Der Monatstiefstwert trat gestreut auf, oft aber am 27. Das absolute Minimum verzeichnete St. Michael/ Lungau am 31. mit –3, 0° C.

Die Monatssummen des Niederschlages erreichten nur in Vorarlberg beinahe den Normalwert. Im übrigen Österreich betrugen sie meist nur 30 bis 70 % des Erwartungswertes. Noch niederschlagsärmer verlief der Oktober in Osttirol und den angrenzenden Teilen Oberkärntens, im Donauraum stromabwärts von Linz sowie in großen Teilen des Weinviertels.

Eine Schneedecke gab es nur auf den Bergen oberhalb 2000 m Seehöhe.

WITTERUNGSÜBERSICHT NOVEMBER 2001

Der November 2001 war bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen teils normal, teils unternormal temperiert.

Die Monatsmittel der Lufttemperatur lagen von Osttirol bis zum Süden Wiens um den Normalwert, kleinräumig in Oberkärnten, im südlichen Salzburg und im oberen steirischen Murtal auch etwas über diesem. Auch im ober- und niederösterreichischen Alpenvorland, im Donautal von Passau bis zum Ausgang der Wachau und in Teilen des Weinviertels wurden etwa normale Temperaturen verzeichnet. Sonst war es meist um 0,5° bis 1,5° C kälter als im langjährigen Mittel, in Vorarlberg und im nördlichen Salzburg auch etwas mehr.

Überdurchschnittlich milde Tage gab es meist nur in der ersten und dritten Dekade. Die zweite Dekade dagegen verlief besonders in Westösterreich sehr kalt.

Das Temperaturmaximum wurde überwiegend am 4. oder 8. d. M. gemessen. Den absoluten Höchstwert bildeten 16, 4° C am 1. 11. in Hartberg und am 8.11. in Krems. Das Minimum trat gestreut auf; der absolute Tiefstwert stammt mit –12,3° C vom 16.11. aus Mariapfarr.

Die Monatssummen des Niederschlags erreichten nur vom Lechtal bis zum Mühlviertel übernormale Mengen mit bis zu 170 % des Erwartungswertes. Sonst wurden im Westen, Norden und Osten verbreitet normale Summen ermittelt. Von Osttirol ost- und Nordostwerts verlief der November 2001 dagegen niederschlagsarm; verbreitet wurden weniger als 25 Prozent des Normalwertes gemessen.

Bis in manche Niederungen Niederösterreichs wurde am 23. eine kurzlebige Schneedecke gemeldet, länger andauernde Schneelagen waren aber erst oberhalb 800- 1000 m Seehöhe zu finden.

WITTERUNGSÜBERSICHT DEZEMBER 2001

Der Dezember 2001 war bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen nahezu ausnahmslos zu kalt.

Die Monatsmittel der Lufttemperatur lagen in großen Teilen Österreichs um 0,5° bis 2,5°C unter dem langjährigen Durchschnitt. Noch kälter mit negativen Abweichungen über 4° C verlief der Monat im Pinzgau und im Gasteinertal ebenso wie vom steirischen Salzkammergut über den Raum Mariazell bis Ost- und Südostösterreich. Nur in Osttirol wurden annähernd normale Temperaturen verzeichnet.

In der ersten Dezemberwoche war das Wetter in Österreich durch besonders große Temperaturdifferenzen zwischen dem milden Westen und dem kalten Osten gekennzeichnet. Kurz vor der Monatsmitte erfolgte ein intensiver Einbruch kontinentaler Kaltluft, gegen Monatsende überschritt die Temperatur kurzfristig überall den Normalwert.

Sowohl die Höchst- als auch die Tiefstwerte der Temperatur traten gestreut auf, die Tiefstwerte häufig zwischen 14. und 16.12. Der absolute Höchstwert wurde am 6. mit 11, 9° C in Feldkirch gemessen, der absolute Tiefstwert von 23,2° C am 14. in Bad Mitterndorf.

Die Monatssummen des Niederschlags erreichten in Oberösterreich teilweise mehr als 200 % des Normalwertes und am anderen Ende des Spektrums weniger als 10 % desselben in Osttirol und Oberkärnten. Generell war der Dezember südlich des Alpenhauptkammes trocken, etwas zu geringe Monatsmengen wurden aber auch am Bodensee und im nördlichen Burgenland gemessen.

Entsprechend rar war Schnee im Süden. Reisach/ Gailtal verzeichnete eine Neuschneesumme von nur 4 cm, dagegen fielen in Lunz am See insgesamt 163 cm Neuschnee. Immerhin gab es in weiten Teilen Österreichs weiße Weihnachten.

 


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