Last update: 16.03.2007

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WETTERÜBERSICHT 2000:   SEHR WARM, REKORD IM OSTEN

  Das zu Ende gehende Jahr 2000 ist seit Wochen wegen der Rekord-Jahresmitteltemperatur im Gespräch. Heute ist es möglich, schon recht genaue Zahlen zu bieten.

Zwar begann das Jahr 2000 mit einem zu kalten bis normal temperierten Jänner, danach folgte aber bis einschließlich Juni eine Reihe von teilweise außergewöhnlich warmen Monaten.

Ausgerechnet der Ferienmonat Juli lag dann in beinahe ganz Österreich unter dem Normalwert. Danach brachte nur noch der September etwas gedämpfte Temperaturen, ehe die letzten drei Monate endgültig für das dritte Rekordjahr in diesem Jahrzehnt sorgten. Zuvor waren in der 225-jaehrigen Wiener Temperaturreihe schon 1992 und dann 1994 die wärmsten Jahre seit Beginn dieser Messungen 1775 gewesen.

Die Jahresmittel der Temperatur liegen 0,5 Grad bis etwa 2 Grad C über dem Normalwert. Besonders warm im Vergleich zum Durchschnitt war es von Unterkärnten und dem oberen Murtal bis in das Burgenland, bis in den Osten Niederösterreichs und bis Wien. Kleinräumig ähnlich hohe Abweichungen wurden für das Alpenvorland in Oberösterreich und das Unterinntal ermittelt.

Wie bereits erwähnt, wird in Wien das Jahresmittel der Temperatur (berechnet aus 24-stuendigen Tagesmitteln) 11,8 Grad C betragen und damit um 0,2 Grad über dem bisher wärmsten Jahr 1994 liegen. Gleiches gilt aber nur für einen relativ kleinen Raum von Tulln über Wien bis Wr. Neustadt und eventuell Eisenstadt. Von den anderen Landeshauptstädten könnte auch Graz die Werte von 1994 erreichen oder knapp übertreffen, hier bleibt aber noch das Vorliegen geprüfter Daten im Laufe des Jänners abzuwarten. Weiter im Westen wurden hingegen die Werte des auch hier bisher wärmsten Jahres 1994 meist um wenige Zehntel Grad C verfehlt. Die Temperaturextreme des Jahres waren 38,2 Grad C am 19.8.2000 in Andau (B) und -26,3 Grad C am 26.1.2000 in Lunz am See.

Die Niederschläge entsprechen in der Osthälfte Österreichs dem langjährigen Durchschnitt oder liegen knapp unter ihm. Hier macht sich noch die schlimme Dürre im Frühling und Frühsommer bemerkbar. Im Westen und Süden hingegen übertreffen die Jahressummen des Niederschlags die Erwartungswerte um bis zu 50 Prozent. In Osttirol und Oberkärnten sorgten extreme Niederschläge mit lokal katastrophalen Folgen im Oktober und November statistisch für mehr als Ausgleich nach großer Trockenheit im Winter.

Die Sonne strahlte in ganz Österreich länger als üblich vom Himmel. In Bregenz konnte man sich an 100 zusätzlichen Sonnenstunden erfreuen, in Wien, Graz und Klagenfurt sogar an rund 300. In Graz ist 2000 damit das sonnigste Jahr seit Vorliegen vergleichbarer Messwerte (Beginn 1922), in Klagenfurt, wo eine längere Messreihe existiert, war es 1921 zuletzt sonniger als heuer.

 

WITTERUNGSÜBERSICHT JÄNNER 2000

Der Jänner 2000 war bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen teils normal, teils unternormal temperiert.

Das Monatsmittel der Lufttemperatur lag im Bereich des Alpenhauptkammes von Tirol ostwärts ebenso unter dem langjährigen Durchschnitt wie in den nördlichen Kalkalpen von Salzburg bis Niederösterreich, im Bereich der Mur- Mürzfurche und auch strichweise im nördlichen Alpenvorland sowie im Mühlviertel. Ebenso war es vom Gailtal bis ins Klagenfurter Becken und in großen Teilen des Burgenlandes kälter als im normalen Jänner. Die größten negativen Abweichungen von -1,5° bis -3 °C wurden vom Pinzgau über Pongau, steirisches Salzkammergut und Ennstal bis in den Raum Mariazell ermittelt. Nordföhn führte kleinräumig in Kärnten und im Raum Murau zu leicht übernormalen Monatsmitteln (0,6° bis 0,8 °C).

Nach den beiden ersten eher unspektakulär verlaufenen Dekaden fällt in der dritten Jännerdekade zuerst eine Kältewelle mit dem Tiefpunkt 25. und 26. auf, worauf zum Monatsende Westwetter einen rapiden Temperaturanstieg bewirkte. Dementsprechend trat der absolut tiefste Temperaturwert des Monats am 26. in Lunz am See mit -26,3 °C auf, während Obervellach am 31. mit 16,3 °C den absoluten Höchstwert dieses Jänners verzeichnete.

Die Monatssummen des Niederschlags erreichten im Westen und Süden Österreichs meist nicht einmal 75% des Normalwertes, ebenso im Raume um die Stadt Salzburg. Im südlichen Kärnten und von Graz südostwärts wurden weniger als 25% des Erwartungswertes erreicht. Klagenfurt brachte es auf nur knapp über 1 mm.

Deutlich übernormale Niederschlagsmengen fielen dagegen vom westlichen Mühlviertel südostwärts über den Raum Linz und das Gesäuse bis in das Mürztal und in das Gebiet Semmering - Rax. Reichenau/ Rax verzeichnete es auf 244% der Normalmenge.

31 Tage mit Schneedecke wurden im Westen erst oberhalb 600 bis 800 m Seehöhe erreicht, im Osten dagegen auch in tiefen Lagen (Kleinzicken im Burgenland).

 

WITTERUNGSÜBERSICHT FEBRUAR 2000

Der Februar 2000 war bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen sehr warm.

Das Monatsmittel der Lufttemperatur lag allgemein beträchtlich über dem langjährigen Durchschnitt. Abweichungen von 1,5° bis 2,5 °C wurden für das Oberinntal, den Grenzraum Tirol - Salzburg und für ein Gebiet vom Salzkammergut bis in den Raum Mariazell errechnet.

Um mehr als 3,5 °C über dem Normalwert lag die Temperatur von Osttirol über das Mölltal, den Lungau und das steirische Murtal bis in den Raum Graz und in das südliche Burgenland. Ebenso warm war es im ober- und niederösterreichischen Alpenvorland, im Wiener Becken und in großen Teilen des Wald- und Weinviertels.

Besonders warm war es in der ersten Dekade; am 1. lagen die Tagesmittel bis zu 10 °C über den Normalwerten. Nach dem 10. stellte sich ein der Jahreszeit entsprechender Temperaturverlauf ein, ehe es gegen Monatsende erneut vorfrühlingshaft mild wurde. Das Monatsmaximum der Temperatur trat gestreut auf, der absolut höchste Wert wurde am 6. mit 18,2 °C in Reichenau/ Rax gemessen. Das Monatsminimum stammt meist vom 22. Februar.

Die Monatssummen des Niederschlags betrugen im Süden Österreichs von Osttirol bis in den Raum Graz weniger als 25% des Normalwertes. Im übrigen Österreich wurde der Erwartungswert meist zumindest annähernd erreicht. Im Nordstau der Alpen wurde er verbreitet übertroffen, ebenso im Mühlviertel und östlich von Wien. Die relativ größten Niederschlagsmengen von mehr als 200% des Normalwertes wurden im Salzkammergut festgestellt.

29 Tage mit Schneedecke wurden nur oberhalb 800 bis 1000 m Seehöhe gemeldet. Einige Orte in den Niederungen des Ostens blieben ohne Schneedecke.

 

WITTERUNGSÜBERSICHT MÄRZ 2000

Der März 2000 war allgemein sehr mild und verbreitet sehr niederschlagsreich.

Die Monatsmittel der Lufttemperatur lagen fast durchwegs um 0,5° bis 2,5 °C über dem langjährigen Durchschnitt. Noch etwas größere positive Abweichungen wurden lokal in Kärnten und im oberen Murtal sowie von Graz südostwärts ermittelt.

Der Temperaturverlauf weist nur am 5., an einigen Tagen um den 17. und gegen Monatsende unterdurchschnittliche Werte auf. Eine besonders milde Periode mit positiven Abweichungen bis etwa 9 °C waren die letzten Tage der ersten Dekade. Das Monatsmaximum der Temperatur trat gestreut auf; der absolut höchste Werte von 22,6°C wurde am 9. in Bad Radkersburg gemessen.

Das Monatsminimum fiel meist in den Zeitraum 5. bis 7. März; Radstadt und Zell am See meldeten mit -11,8 °C am 6. den von den Bergstationen abgesehen tiefsten Wert.

Die Monatssummen des Niederschlags entsprachen nur in Teilen Kärntens, in der Steiermark von Graz südwärts und im südlichen Burgenland etwa dem Erwartungswert.

Überall sonst fielen überdurchschnittliche Mengen; von Tirol bis in das Mühlviertel und bis in den Raum Rax- Schneeberg strichweise sogar 300 bis 400 % des langjährigen Durchschnitts.

Knapp über 400 % des Normalwertes wurden aus Reichenau/ Rax, Rohrbach und Bad Aussee gemeldet. Einige Messstellen wie Innsbruck, Rohrbach, Mariazell und Bruck/ Mur verzeichneten die höchsten März- Niederschlagssummen in den jüngsten 50 Jahren.

Von den Bergen abgesehen lag nur noch an wenigen Orten oberhalb von 800 m Seehöhe an allen Tagen des Monats Schnee.

 

WITTERUNGSÜBERSICHT APRIL 2000

Der April 2000 war allgemein außergewöhnlich warm und mit Ausnahme Kärntens und Teilen Tirols sehr trocken.

Die Monatsmittel der Lufttemperatur lagen 2° bis 4,5 °C über dem langjährigen Durchschnitt. Die geringsten Abweichungen finden sich im Rheintal, in Osttirol und in Nordtirol südlich des Inntales, sowie im Flachgau mit den angrenzenden Teilen Oberösterreichs. Zum Osten hin steigen die positiven Abweichungen bis auf über 3,5 °C an.

Die höchsten Monatsmittel finden sich im Nordosten und Südosten des Bundesgebietes, mit Abweichungen bis zu 4,8 °C (Graz). Der Temperaturverlauf zeigt nur zu Monatsbeginn und zwischen dem 5. und 10. geringfügig zu kalte Tage auf, in der Folge wurden die Tagesmittel der Lufttemperatur immer mehr überdurchschnittlich. Eine Ausnahme bilden die westlichen Landeshauptstädte während der Karwoche. Eine nahezu ortsfeste Störungszone verursachte um den 18. im Westen kühles regnerisches Wetter, während es im Osten schon angenehm warm war.

Am 18. meldete Bregenz eine Höchsttemperatur von nur 9 Grad C, Graz hingegen verzeichnete 23 Grad. Ab dem Karfreitag (21. April) war es dann überall extrem warm. Bad Ischl erreichte am 23. 29,0 Grad C, und am Flughafen Salzburg wurde der neue April- Rekordwert von 27,9 Grad gemessen (zuvor 27,6 Grad vom 23.4.1995). Andere Landeshauptstädte (Klagenfurt, Graz, Linz, Eisenstadt) verzeichneten in der letzten Aprilwoche 1968 höhere Temperaturen als heuer. In Bregenz wurde der Rekordwert von 26,9 Grad vom 27. April 1993 heuer am 22. eingestellt.

Nur in Teilen Tirols (rund um das Paznauntal, den Brenner, im Bereich Kitzbühel und in Lienz) sowie in weiten Teilen Kärntens finden sich leicht überdurchschnittliche Monatsniederschlagssummen. Überall sonst werden weniger als 75 %, in großen Teilen Niederösterreichs und in Wien sogar weniger als 25 % der üblichen April- Niederschläge gemessen.

Die Anzahl der Sonnenscheinstunden war überall überdurchschnittlich, wobei der Osten Österreichs mit bis zu 160 % der durchschnittlichen Anzahl am sonnenscheinreichsten war. Mit 278 Stunden war in Wien dieser April der sonnenscheinreichste der letzten 50 Jahre (zuvor 240 Stunden 1963).

 

WITTERUNGSÜBERSICHT MAI 2000

Der Mai 2000 war bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen sehr warm.

Die Monatsmittel der Lufttemperatur lagen verbreitet um 2,5° bis 3,5 °C über dem langjährigen Durchschnitt, im Unterinntal und lokal im Salzkammergut noch etwas mehr. Im äußersten Süden und Osten von Osttirol bis Wien betrugen die Abweichungen nur 2° bis 2,5 °C.

Bis zum 17. herrschte extrem warmes Wetter. Danach änderten am 18. und gegen Monatsende Kaltlufteinbrüche den Wettercharakter.

Das Monatsmaximum der Temperatur trat gestreut auf. Der absolut höchste Werte wurde am 27. in Tulln/ Langenlebarn mit 32,0 °C gemessen. Das Monatsminimum fiel häufig auf den 21. An diesem Tag gab es in einigen Tal- und Beckenlagen den letzten Nachtfrost.

Zusammen mit dem warmen März und dem sehr warmen April wurden verbreitet Frühjahrsmittel nahe den bisherigen Maxima erreicht. In Wien war es der wärmste Frühling seit 1794.

Die Monatssummen des Niederschlags erreichten in großen Teilen Österreichs den Normalwert; im Außerfern sowie in Teilen Oberösterreichs, der Steiermark und Kärntens übertrafen sie diesen um bis zu 60 %.

Zu trocken war es im Bodenseeraum, in der Oststeiermark, im Burgenland und in Teilen Niederösterreichs.

Die geringsten relativen Niederschlagsmengen von nur 25 bis 45 % des Erwartungswertes wurden für das südliche Wiener Becken, das Burgenland und den Raum östlich von Wien errechnet.

Die in Ostösterreich vom 16. April bis 17. Mai herrschende Trockenheit wird allerdings von der Statistik etwas verschleiert. In Wien fielen in diesem Zeitraum nur 4 mm Niederschlag. Die danach auftretenden Regenfälle konnten bereits eingetretene Schäden nicht mehr beseitigen.

 

WITTERUNGSÜBERSICHT JUNI 2000

Der Juni 2000 war bei unternormalen bis normalen Niederschlagsmengen sehr warm.

Die Monatsmittel der Lufttemperatur lagen allgemein 2° bis knapp mehr als 3 °C über dem langjährigen Durchschnitt. Die größten positiven Abweichungen bis 3.3 °C wurden für Kufstein, Graz sowie den Bereich der nördlichen Kalkalpen in Salzburg und Oberösterreich ermittelt.

Nachdem in den ersten beiden Juni- Dekaden nur kurze Unterbrechungen des extrem warmen Sommerwetters um den 7. und um den 17. eingetreten waren, verhinderte kühles West- bis Nordwestwetter in der letzten Woche das verbreitete Zustandekommen neuer Rekord- Monatsmitteltemperaturen. Das Monatsmaximum der Temperatur trat meist am 21. oder 22. Juni auf. Der absolut höchste Temperaturwert des Monats wurde am 22. in Tulln/ Langenlebarn mit 37.2 °C gemessen. Die vom 07.06.1998 aus Altenberg/ Hartberg (St) stammende höchste je im Juni gemessene Temperatur von 38.1°C wurde jedoch klar verfehlt.

Das Monatsminimum trat oft schon am 1. auf, häufig aber in der klaren Strahlungsnacht zum 18. Juni. Am Morgen des 18. meldete St. Michael/ Lungau den absoluten Monatstiefstwert von -0.3 °C.

Die Monatssummen des Niederschlags erreichten in Vorarlberg und von Tirol bis Oberösterreich im Bereich der nördlichen Kalkalpen oder des Alpenvorlandes nur 25 bis 75% der Normalmengen, ebenso im gesamten Osten und Südosten Österreichs. Noch trockener mit weniger als 25% des Erwartungswertes war es östlich von Wien und in weiten Teilen des Burgenlandes. In den übrigen Regionen Österreichs wurden annähernd normale Niederschlagsmengen verzeichnet.

Im Raume Schwechat - Eisenstadt - Wiener Neustadt war noch nie zuvor das zweite Quartal eines Jahres so niederschlagsarm wie im Jahr 2000.

 

WITTERUNGSÜBERSICHT JULI 2000

Der Juli 2000 war bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen verbreitet zu kühl.

Die Monatsmittel der Lufttemperatur lagen in großen Teilen Österreichs um 0,5° bis 1,5°C unter dem langjährigen Durchschnitt. In Vorarlberg wurden sogar Abweichungen bis -2,2 °C erreicht. Annähernd normale Mittel wurden im südlichen Salzburg und strichweise im Norden Kärntens sowie in Teilen der Steiermark mit Graz und im südlichen Burgenland erreicht.

In den meisten Landeshauptstädten muss man aber nur bis 1996 oder 1997 zurückblättern, um einen ähnlich kühlen Juli zu finden.

Der Temperaturverlauf weist zu Monatsbeginn noch eine etwa einwöchige Wärmeperiode auf. Danach begann eine Serie von kalten Tagen, deren Mittel bis zu 8 °C unter dem Normalwert lagen. In der letzten Dekade normalisierten sich die Verhältnisse und Kälte und Wärme wechselten einander

ab. Das Monatsmaximum wurde zwischen 2. und 4. erreicht. Absolut höchster Wert waren 34,6 °C am 4. in Langenlebarn. Das Monatsminimum trat gestreut auf.

Die Monatssummen des Niederschlags erreichten im äußersten Westen sowie im Südwesten und Nordwesten Österreichs 125 bis 200% der Normalmengen. Etwas zu feucht verlief der Juli auch im nordöstlichen Niederösterreich und im Norden des Burgenlandes um Neusiedl am See. Im übrigen Österreich entsprachen die Niederschlagsmengen annähernd dem Erwartungswert, von St. Pölten bis zum Wechsel war es in einem schmalen Landstrich sogar etwas zu trocken.

Im Ausseerland wurde an 27 Tagen Niederschlag registriert.

 

WITTERUNGSÜBERSICHT AUGUST 2000

Der August 2000 war ein heißer sonniger Hochsommermonat.

Das Monatsmittel der Temperatur lag verbreitet um mehr als 2° C über dem langjährigen Durchschnitt, positive Abweichungen von mehr als 2.5° C sind in den südlichen Teilen Salzburgs, der Steiermark, des Burgenlandes und in den nördlichen Gebieten Kärntens zu finden.

Nur in wenigen Regionen wie im Lienzer Raum und im steirischen Ennstal war es lediglich um 1.4° C zu warm. Damit liegen die Monatsmitteltemperaturen im August 2000 aber doch noch um 1° C bis 2° C unter dem "Jahrhundertaugust" des Jahres 1992. Nach einem etwas zu kühlen und regnerischen Monatsanfang zeichnete sich ab 10. der Beginn der Hitzewelle ab, die zwischen 17. bis 22. ihren Höhepunkt erreichte. Der absolute Monatshöchstwert aller österreichischen Stationen wurde in Andau mit 38.2° C am 19. gemessen (zum Vergleich Mistelbach im August 1992 39.0° C). Von den Landeshauptstädten konnte Bregenz mit 35.3° C am 20. einen neuen Temperaturrekord für den August verzeichnen (bisheriges Maximum 34,9° C am 28. August 1992). Der kühle Juli verhinderte einen neuen Sommerrekord, das Sommermittel blieb meist um 1.5 bis 2° C unter den höchsten Sommertemperaturen von 1992 bzw. 1994.

Die Niederschlagsmengen schwankten im Südosten unseres Bundesgebietes und im westlichen Oberösterreich bzw. nördlichen Salzburg zwischen 50 und 75 % des Normalwertes, in weiten Landesteilen herrschten dem August entsprechende Niederschlagsverhältnisse, zu nass war es im südlichen Tirol und Vorarlberg, in Oberkärnten und im östlichen Waldviertel sowie lokal eng begrenzt durch örtlich heftige Gewitter.

 

WITTERUNGSÜBERSICHT SEPTEMBER 2000

Der September 2000 war bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen normal bis leicht übernormal temperiert.

Die Monatsmittel der Lufttemperatur lagen im Bodenseeraum, vom nördlichen Land Salzburg ostwärts über große Teile Ober- und Niederösterreichs bis in die Oststeiermark und in das Burgenland um den langjährigen Durchschnitt. Auch in Osttirol, lokal in Oberkärnten und in Wien wies dieser September nahezu normale Temperaturmittel auf. Im übrigen Österreich lagen die Monatsmittel um 0,5° bis 1,5° C über dem Normalwert, im Unterinntal sowie vom Raum Bischofshofen über Obertauern in das obere Murtal auch etwas mehr.

Nach Monatsbeginn stellte sich rasch eine zu kühle Periode ein. Erst um den 10. erreichten die Temperaturen allgemein wieder normales Niveau und stiegen bis zur Monatsmitte weiter. Nach dem 16. setzte erneut kühles Wetter ein, erst gegen Monatsende folgten wieder mehrere warme Tage.

Der absolute Monatshöchstwert der Temperatur wurde am 13. in Wien- Unterlaa mit 28,6° C gemessen. Einige alpine Tal- und Beckenlagen verzeichneten schon leichten Frost. Badgastein meldete am 24. einen Tiefstwert von –1,0° C.

Die Monatssummen des Niederschlags bieten ein uneinheitliches Bild: Erhebliche Teile Österreichs empfingen annähernd normale Niederschlagsmengen. Im oberen Enns- und Murtal sowie im äußersten Süden und Südosten war es etwas trockener. Über dem Erwartungswert lagen die Monatssummen von Vorarlberg strichweise bis in das Weinviertel, ebenso lokal in Oberkärnten.

Ein heftiges Unwetter in Ostösterreich am 16. sorgte in diesem Gebiet für besonders große Differenzen der relativen Niederschlagsmengen auf engstem Raum.

 

WITTERUNGSÜBERSICHT OKTOBER 2000

Der Oktober 2000 war bei sehr unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen sehr warm.

Die Monatsmittel der Temperatur lagen von Vorarlberg bis Kärnten, bis in den Westen Oberösterreichs und bis zum Semmering meist um 0,5° bis 2,5° C über dem langjährigen Durchschnitt, weiter im Osten um 2,5° bis 3,6° C.

Nur in der ersten Dekade gab es eine im Westen längere, im Osten kürzere, Phase mit unterdurchschnittlichen Temperaturen in ganz Österreich.

Der Monatshöchstwert wurde meist zwischen 13. und 15. verzeichnet. Absolutes Maximum waren 27,8° C in Salzburg und Bad Ischl am 15. Der Monatstiefstwert trat gestreut auf. Puchberg/ Schneeberg meldete am 23. mit –2,7° C das absolute Monatsminimum.

Die Monatssummen des Niederschlags lagen sowohl im äußersten Westen wie auch im äußersten Osten um den Normalwert. Im Raume Linz, in Oberkärnten und im Lungau sowie im Raume Bruck/ Mur wurden dagegen mehr als 275 % des Erwartungswertes gemessen. Im übrigen Österreich wurden der niederschlagsreiche Süden und Nordwesten durch eine etwas trockenere Zone von Salzburg bis Ostösterreich getrennt.

Am 8. lag in Westösterreich strichweise bis unter 1000 m herab eine Schneedecke.

 

WITTERUNGSÜBERSICHT NOVEMBER 2000

Der November 2000 war bei sehr unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen sehr warm.

Die Monatsmittel der Lufttemperatur lagen von Vorarlberg über Tirol und den Norden Salzburgs bis Oberösterreich um etwa 2° C bis knapp mehr als 3° C über dem langjährigen Durchschnitt, ebenso strichweise im Westen Niederösterreichs. Im übrigen Land wurden sogar Abweichungen von 2,5° bis 4° C festgestellt.

Längere Perioden mit unternormalen Temperaturen fehlten in diesem Monat. Einzelne zu kalte Tage waren meist das Ergebnis kälterer Nächte bei klarem Himmel. Im Osten und Süden war es der wärmste November seit 1926.

Monatsmaximum und Monatsminimum traten gestreut auf. Der absolut höchste Wert wurde am 13. in St. Wolfgang mit 21,5° C gemessen. Das absolute Minimum von –6,8° C war am Tag davor in St. Michael im Lungau und Puchberg/ Schneeberg verzeichnet worden.

Die Monatssummen des Niederschlags lagen im Bereich des Alpenhauptkammes und besonders südlich desselben weit über dem Normalwert. In Osttirol und Oberkärnten sowie im Lungau wurden etwa 300 bis 400% des Erwartungswertes erreicht. Die größte Monatssumme stammt aus Reisach/ Gailtal mit 525 mm und war dort seit Beginn der Messungen vor über 40 Jahren zuvor noch nie erreicht worden. Dagegen herrschte im Bereich der nördlichen Kalkalpen, im ober- und niederösterreichischen Alpenvorland und Donauraum, im Mühl- und Waldviertel und im Wiener Becken Trockenheit mit nur 25 bis 75% des Durchschnittes.

Schnee fiel strichweise zwar gegen 600 m Seehöhe herab, unter 1000 m meldete aber nur Mariazell einen Tag mit Schneedecke.

 

WITTERUNGSÜBERSICHT DEZEMBER 2000

Der Dezember 2000 war bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen außergewöhnlich mild.

Die Monatsmittel der Lufttemperatur lagen in Teilen der Ober- und Oststeiermark sowie in Ober- und Niederösterreich, in Wien und im Burgenland 0,5° bis 2,5° C über dem langjährigen Durchschnitt. Im übrigen Österreich wurden Abweichungen von 2,5° C bis über 5° C verzeichnet; die größten traten im Ausserfern, im Inntal und in Osttirol

auf.

Nach kühlerem Monatsbeginn lagen die Mitteltemperaturen spätestens am 3. in ganz Österreich über dem Durchschnitt, und bis gegen Ende der zweiten Dekade blieb es verbreitet zu mild. Danach setzte eine in Tirol, Vorarlberg und Kärnten weniger ausgeprägte Kälteperiode ein, ehe gegen Jahresende erneut Temperaturanstieg folgte. In Tirol und Vorarlberg erreichten viele Orte in den letzten 50 Jahren nicht dagewesene Monatsmittel.

Das absolute Maximum trat gestreut auf, wobei Feldkirch am 8. mit 20,7° C den höchsten Wert meldete. Das absolute Minimum wurde meist am 23. oder 24. erreicht. Am kältesten war es am 23. in St. Michael/ Lungau mit –20,0° C.

Im Westen Österreichs blieben die Monatssummen des Niederschlags unter 75% des Normalwertes, von Feldkirch über den Arlberg bis ins Oberinntal lokal sogar unter 25%. Sonst wurden normale, in der Südsteiermark sowie in Teilen des ober- und niederösterreichischen Donauraumes und des Weinviertels auch etwas übernormale, Niederschlagsmengen gemessen.

Schnee fiel auch in den Alpentälern meist erst ab der Monatsmitte, in vielen Niederungen erst gegen Monatsende.

 


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