Last update: 30.12.2006

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Im Sendestudio von Radio Oberösterreich
 

Herzlich willkommen im Sendestudio von Radio Oberösterreich. Hier "passiert" das Programm, das Sie Tag für Tag empfangen können.

 

 

Seit 3. Juni 1998 sendet Radio Oberösterreich aus dem modernsten Radiostudio - dem sogenannten DJ-Studio (DJ = Disc Jockey). Hier ist der Moderator nicht nur für seine Texte verantwortlich, er steuert zudem die Musik und jeden Beitrag (ob live oder aufgezeichnet).

 

        Täglich wird das DJ-Studio kurz vor 5 Uhr früh in Betrieb genommen. Bis dahin wurde das Nachtprogramm von einem Computer im Untergeschoss selbstständig digital ausgestrahlt.  Nun wird das digitale Zentrum unseres Programms angeworfen. Etliche verschiedene Computer steuern das Studio. Die Musik wird vom "Radiomax" - Computer geladen, die Signations (Kennmelodien) und Beiträge vom "Digas" - Computer. Ein weiterer Rechner informiert den Moderator über alles was in der Welt passiert (Internet, Austria Presse Agentur, ...etc) und was die Kollegen fürs Programm vorbereitet haben (Redaktionssystem).
       Der Moderator bekommt Unterstützung vom Redakteur. Der bearbeitet Beiträge und Interviews und spielt diese ins Studio. Der Moderator kann die Beiträge Sekunden später auf seinen Bildschirmen sehen und sie sofort abspielen. In "Guten Morgen Oberösterreich" zum Beispiel werden pro Sendung circa 30 längere oder auch kürzere Wortelemente digital ins Studio transferiert - kein Tonband und keine Kassette ist dabei zu sehen. Jetzt darf der Mann am Mikrofon halt nur nichts mehr durcheinander bringen.
         Pro Sendestunde spielt der Moderator durchschnittlich 13 verschiedene Musiktitel. Diese sieht er nur schriftlich auf seinen Monitoren. Denn auch die Musik kommt digital von der Festplatte. Die Musikredaktion hat die wichtigsten 4.000 Titel darauf gespeichert, der Musikcomputer  mischt Sie dann für das Programm ab. 
      Während eines normalen Sendetages haben zwischen 5 Uhr früh und 18 Uhr 4 verschiedene DJs, also Moderatoren, Dienst im digitalen Sendestudio.

Er ist für die Abwicklung des gesamten Programms verantwortlich und moderiert stehend die Sendung.

Wolfgang Lehner während "Guten Morgen Oberösterreich"

       Während der Moderator seine Sendung macht, arbeiten viele Redakteure und Reporter am Inhalt der Sendung. Reportagen werden aufgenommen, Interviewgäste aufgezeichnet, Beiträge zugespielt und Recherchen getätigt.

       Inzwischen Arbeitet der aktuelle Dienst an den Nachrichten. Der Nachrichtenredakteur kommt zu jeder halben Stunde mit den neuesten Entwicklungen in Oberösterreich ins Sendestudio. Rund um die Uhr im Einsatz sind auch die Mädels der Serviceredaktion. Sie recherchieren das Wetter und die Situation auf unseren Straßen.

       16 verschiedene Regler sind vom Moderator zu bedienen, er hat 4 große und zwei kleinere Bildschirme vor sich, dazu kommen 3 Tastaturen, 4 Mikrofone und ein mit ihm verbundenes Nachrichtenstudio, das durch eine Glasscheibe von ihm getrennt ist. Zudem nimmt er Kontakt zu Außenstellen wie dem Überflieger oder einem Funkwagen auf.

Die Computer helfen dem Moderator bei seiner Arbeit. 

        Jedes Jahr besuchen hunderte Oberösterreicher das Landesstudio OÖ. Während einer Führung wird natürlich auch das DJ-Studio in Augenschein genommen. Der Grundtenor ist dabei meist - wie kann ein einzelner hier nur den Überblick bewahren ? Die Antwort ist relativ einfach : Übung, Übung, Übung.
     Eine weitere Möglichkeit, die der Moderator in diesem modernen Studio hat: er kann während der Sendung sein Mikrofon auf einen eigenen Aufnahmecomputer schalten und während ein Musiktitel läuft nimmt er zum Beispiel ein Telefoninterview auf, bearbeitet es anschließend und kann es kurze Zeit später als Aufzeichnung einspielen .

Das Sendestudio ist täglich ab 5 Uhr früh in Betrieb

       Wolfgang Lehner: "Es hat sich unglaublich viel verändert beim Radio machen. Ich kenne die Situation nun seit etwa 25 Jahren. Aber was sich alleine in den letzten paar Jahren mit der Umstellung aller analogen Quellen auf die digitale Radiowelt getan hat ist mehr als in letzten Jahrzehnten zusammen gerechnet passiert ist. Es ist atemberaubend, bei diesen  Entwicklungen dabei sein zu können und die Art des Radiomachens aktiv beeinflussen zu können."