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Am Sonntag, dem 10. August ist mein
Vater Franz Lehner um 1 Uhr 50 nachts gestorben. Ich verliere
einen Menschen, der mir als Vater und Freund unermesslich viel für
mein Leben mitgegeben hat.
Franz Lehner hatte vor mehr als 2 Jahren, am 1. Juli 2001, eine
Gehirnblutung, nachdem er sch zuvor von seiner Krebserkrankung
erholt hatte. Seit diesem Zeitpunkt war in unserem Leben alles
anders als bisher. Wochenlanges Bangen, ob er diesen Eingriff
überhaupt überlebt, dann ein langer Aufenthalt im Jesuitenschlößl in
Passau und dann ein neues Leben im Pflegeheim Eferding.
Mein Vater war zum Pflegefall
geworden, täglich liebevoll umsorgt von meiner Mutter Herma. 2002
konnte er im Rollstuhl zumindest wieder kurze Ausflüge in die
Parkanlagen unternehmen und er war auch bei der Taufe unserer Anna,
seinem letztgeborenen Enkelkind, dabei.
Heuer hat sich sein Zustand wieder
verschlechtert, wir mussten seit Monaten damit rechnen, dass er
nicht mehr die Augen öffnet. In den letzten Wochen wurde sein
Zustand hoffnungslos, Franz Lehner ist an einem Sonntag im Herrn
entschlafen.
Franz Lehner war in seinem Leben
stets ein beliebtes und wichtiges Mitglied der Gesellschaft in
Eferding und über unsere Bezirksgrenzen hinaus. Als Mitglied des
David-Chores, des Kirchenchores und einiger Vereine wurde seine
engagierte Arbeit geschätzt.
Seine Arbeit im Telegrafenamt der
Post in Eferding hat bis zu seiner Pension mit viel Engagement
bestritten, sein Herz galt aber auch seinem Lieblingsinstrument -
der Gitarre. Jahrelang war er Lehrer an der Landsmusikschule in
Eferding und sogar Leiter der Schule. Musikalisch unvergessliche
Abende hat er mit seinen Freunde verbracht.
Seine Liebe zu seiner Frau, uns
Kindern, seinen Enkeln und Schwiegerkindern war grenzenlos, wir
haben einen großartigen Menschen verloren.
Die große Anteilnahme von vielen
von Euch tut gut.
Er wird in unseren Herzen stets
weiterleben.
Wolfgang Lehner
Leonding, am 11. August 2003 |