Last update: 22.01.2007

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Der Privatpilotenschein PPL
(Austrian PRIVATE PILOT LICENCE)
Alles beginnt damit, daß Sie Sich einen Flugschülerausweis besorgen, damit können Sie dann mit der praktischen Ausbildung beginnen. Den Privatpilotenschein bekommen Sie erst an Ihrem 17. Geburtstag, ausbilden und prüfen kann man sich aber schon vorher lassen. Den Schein bekommen Sie übrigens beim Österreichischen Aero Club.    

Sie kommen am leichtesten zu einem Flugzeug, wenn Sie einem Verein beitreten. Die Kosten sind auf alle Fälle günstiger als wenn Sie Golf spielen gehen würden. Eine List der Flugplätze und der Vereine ersehen Sie im Banner oben unter "Österreichs Flugplätze".

Der Fluglehrer unterrichtet Sie dann in Motorflugzeugkunde (von Ausrüstung bis Wartung,  Flugeigenschaften, Flugleistungen und dgl.), Verhaltensregeln beim Fliegen, Navigation beim Fliegen, Aerodynamik, die Wetterkunde, Geografie, Luftfahrtrecht und erste Hilfe.

Zur Theorie kommt natürlich die praktische Ausbildung, 40 Stunden wird während der Ausbildung geflogen, davon mindestens 10 im reinen Motorflugzeug (der Überflieger z.B. ist ja ein Motor-SEGLER). Je nach Talent wird Sie Ihr Lehrer dann schließlich "alleine" in die Lüfte schicken, sie drehen eine Runde um den Flugplatz alleine, landen, und bekommen anschließend den Hintern von allen Piloten verdroschen ( Fliegerbrauch, toll für alle - nur nicht für Sie !).

Irgendwann kommt dann der große Tag, die Schüler sind aufgeregt wie bei der Matura (für unsere deutschen Freunde : Abitur). Eine Kommission überprüft, ob sie theoretisch und praktisch reif für den Schein sind.

Die Theorie wird im Multiple-Choice-Verfahren abgefragt (die Prüfungsfragen können Sie Sich einmal auf der Homepage der Austro Control) abfragen. Praktisch werden Sie mit einem Prüfungsflug auf Tauglichkeit überprüft (der Schüler alleine mit dem Prüfer, die sind aber keine Unmenschen, glauben Sie mir !). Die Manöver haben Sie aber schon vorher mit Ihrem Lehrer geübt - es sollte kein Problem sein.

Wenn Sie den tag "positiv" überstanden haben, dann fehlt Ihnen noch der sogenannte "Dreiecksflug". Dieser ist über eine Strecke von wenigstens 300 km Luftlinie mit zwei vorher festgelegten Zwischenlandungen - zum Beispiel Hofkirchen-Krems-Schärding-Hoflkirchen - an einem Tag durchzuführen. Bei diesem Navigations-Dreiecksflug befinden Sie sich alleine an Bord.

Wenn Sie das erledigt haben - Gratulation. Sie haben Ihren Privatpilotenschein ! 

Die theoretische Ausbildung dauert etwa 4 Monate, wenn Sie auch noch das Funkerzeugnis machen (kann ich nur empfehlen), dann dauert es vielleicht ein paar Wochen länger. Wenn man auch noch die Flugstunden in der Praxis mit einrechnet, dann werden sie wohl ein knappes halbes Jahr büffeln (Ausnahmen bestätigen diese Regel).

Natürlich können Sie auch noch weitere Berechtigungen erwerben, die Schleppberechtigung für Segelflieger etwa, oder den Kunstflugschein. Sie können auch die Berechtigung für Nachtflug mit Sicht erwerben und ganz zum Schluss, mit viel Praxis auch den Instrumentenflugschein oder gar den kommerziellen Pilotenschein.