| Alles beginnt damit, daß
Sie Sich einen Flugschülerausweis besorgen, damit können
Sie dann mit der praktischen Ausbildung beginnen. Den
Privatpilotenschein bekommen Sie erst an Ihrem 17.
Geburtstag, ausbilden und prüfen kann man sich aber schon
vorher lassen. Den Schein bekommen Sie übrigens beim Österreichischen
Aero Club.
Sie kommen am leichtesten zu einem
Flugzeug, wenn Sie einem Verein beitreten. Die Kosten sind
auf alle Fälle günstiger als wenn Sie Golf spielen gehen
würden. Eine List der Flugplätze und der Vereine ersehen
Sie im Banner oben unter "Österreichs
Flugplätze".
Der Fluglehrer unterrichtet Sie dann
in Motorflugzeugkunde (von Ausrüstung bis
Wartung, Flugeigenschaften, Flugleistungen und dgl.),
Verhaltensregeln beim Fliegen, Navigation beim Fliegen,
Aerodynamik, die Wetterkunde, Geografie, Luftfahrtrecht und
erste Hilfe.
Zur Theorie kommt natürlich die
praktische Ausbildung, 40 Stunden wird während der
Ausbildung geflogen, davon mindestens 10 im reinen
Motorflugzeug (der Überflieger z.B. ist ja ein Motor-SEGLER).
Je nach Talent wird Sie Ihr Lehrer dann schließlich
"alleine" in die Lüfte schicken, sie drehen eine
Runde um den Flugplatz alleine, landen, und bekommen
anschließend den Hintern von allen Piloten verdroschen (
Fliegerbrauch, toll für alle - nur nicht für Sie !).
Irgendwann kommt dann der große Tag,
die Schüler sind aufgeregt wie bei der Matura (für unsere
deutschen Freunde : Abitur). Eine Kommission überprüft, ob
sie theoretisch und praktisch reif für den Schein sind.
Die Theorie wird im
Multiple-Choice-Verfahren abgefragt (die Prüfungsfragen
können Sie Sich einmal auf der Homepage der Austro
Control)
abfragen. Praktisch werden Sie mit einem Prüfungsflug auf
Tauglichkeit überprüft (der Schüler alleine mit dem
Prüfer, die sind aber keine Unmenschen, glauben Sie mir !).
Die Manöver haben Sie aber schon vorher mit Ihrem Lehrer
geübt - es sollte kein Problem sein.
Wenn Sie den tag "positiv"
überstanden haben, dann fehlt Ihnen noch der sogenannte
"Dreiecksflug". Dieser
ist über eine Strecke von wenigstens 300 km Luftlinie mit
zwei vorher festgelegten Zwischenlandungen - zum Beispiel
Hofkirchen-Krems-Schärding-Hoflkirchen - an einem Tag
durchzuführen. Bei diesem Navigations-Dreiecksflug befinden
Sie sich alleine an Bord.
Wenn Sie das erledigt haben -
Gratulation. Sie haben Ihren Privatpilotenschein !
Die theoretische Ausbildung
dauert etwa 4 Monate, wenn Sie auch noch das Funkerzeugnis
machen (kann ich nur empfehlen), dann dauert es vielleicht
ein paar Wochen länger. Wenn man auch noch die Flugstunden
in der Praxis mit einrechnet, dann werden sie wohl ein
knappes halbes Jahr büffeln (Ausnahmen bestätigen diese
Regel).
Natürlich können Sie auch
noch weitere Berechtigungen erwerben, die
Schleppberechtigung für Segelflieger etwa, oder den
Kunstflugschein. Sie können auch die Berechtigung für
Nachtflug mit Sicht erwerben und ganz zum Schluss, mit viel
Praxis auch den Instrumentenflugschein oder gar den
kommerziellen Pilotenschein. |