|
100 Jahre LASK
Der LASK feiert sein 100-jähriges
Bestehen. Ein Rückblick auf die ersten 100 Jahre.
Eigentlich wurde der LASK bereits im
August 1899 – aber nur als Verein für Schwerathletik –
gegründet. Im Jahre 1908 wurde der Linzer Sportclub als
Fußballverein aus der Taufe gehoben, deren Mitglieder
sich im Jahre 1919 der neugegründeten Fußballsektion des
LASK anschlossen. Fünf Jahre später feierten die Linzer
mit dem oberösterreichischen Landesmeistertitel den
ersten großen Erfolg. 1931 wurde der LASK mit einem
Finalsieg über den GAK österreichischer Amateurmeister.
In der Saison 1940/41 nahm der LASK im
Rahmen der "Gauliga XVII" erstmals an einer
gesamtösterreichischen Meisterschaft teil, blieb aber
nach 18 Niederlagen in 18 Spielen (Torverhältnis:
17:106) ohne Punktgewinn. Die 0:21-Niederlage der –
allerdings stark dezimierten – Linzer gegen die Wiener
Austria am 19. Jänner 1941 stellt bis heute das höchste
Resultat der österreichischen Meisterschaftsgeschichte
dar.
Erster Meistertitel für einen
Bundesländer-Verein
1950 feierte der LASK sein Comeback in
der obersten Spielklasse mit einer 2:11-Niederlage gegen
Rapid. Die Linzer revanchierten sich allerdings an den
Grün-Weißen und fügten den ansonsten dominierenden
Hütteldorfern im Februar 1951 die einzige
Saisonniederlage zu und beendeten die Saison auf Platz
zehn (von 13 Vereinen). Nach dem Abstieg 1955 kehrte der
LASK 1958 in die oberste Spielklasse zurück.
Den größten Erfolg ihrer Geschichte
gelang den Schwarz-Weißen in der Saison 1964/65. Durch
einen 2:0-Auswärtssieg am 3. Juli 1965 auf der Hohen
Warte bei der Vienna wurden die Linzer als erster
Nicht-Wiener Verein österreichischer Fußballmeister.
Schützenhilfe leistete der GAK, der Tabellenführer Rapid
am gleichen Tag in Graz mit 1:0 besiegte. Darüber hinaus
holte sich der LASK durch einen Finalerfolg über den SC
Wr. Neustadt den Cupsieg und damit das Double. Im
Cupfinale 1967 musste sich der LASK gegen die Austria
erst nach einem Münzwurf geschlagen geben. Nach zwei
Spielen (2:1 und 0:1) war nach Verlängerung keine
Entscheidung gefallen und weder Auswärtstorregel noch
Elfmeterschießen waren zur Entscheidungsfindung
vorgesehen.
In den 70er-Jahren klassierte sich der
LASK meist im Mittelfeld der Liga und schaffte nach dem
Abstieg 1978 auf Anhieb den Wiederaufstieg. Mit Platz
drei qualifizierte man sich sogar für den UEFA-Cup und
erreichte dort die 2. Runde – wie auch ein Jahr später,
als in der zweiten Runde Inter Mailand in Linz mit 1:0
bezwungen wurde. Dennoch mussten die Oberösterreicher
nach einem 0:4 in Mailand ausscheiden.
Sportliche und wirtschaftliche Probleme
1989 musste der LASK abermals den Weg in
die Zweitklassigkeit antreten und kehrte ehrst 1992/93
für eine Saison wieder in die Bundesliga zurück. 1994
gelang der neuerliche Aufstieg, aber dem sportlichen
Höhenflug folgten schwere wirtschaftliche Probleme, die
nur mit einem Zwangsausgleich vorübergehend behoben
werden konnte. Am 21. Mai 1997 wurde der LASK mit dem
Stadtrivalen FC Linz (ehemals VOEST Linz) fusioniert.
Als Trainer des neuen Großklubs wurde Meistertrainer
Otto Baric engagiert. Der Norweger Geir Frigard wurde
1998 als erster LASK-Spieler österreichischer
Torschützenkönig (Helmut Köglberger traf 1975 auch neun
Mal für die Austria).
Durch den Konkurs der "Rieger-Bank" und
der damit verbundenen, aufsehenerregenden Flucht des
amtierenden LASK-Präsidenten Wolfgang Rieger geriet der
Verein erneut in Turbulenzen. Leistungsträger mussten
verkauft werden. 2001 stieg der Verein zum bisher
letzten Mal ab und kehrte erst im Jahr 2007 wieder in
die oberste Spielklasse zurück. Dort feierte die
Mannschaft von Trainer Karl Daxbacher ein starkes
Comeback und spielte bis wenige Runden vor Schluss sogar
um den Titel mit. Am Ende der Saison ging den Linzern
jedoch die Luft aus und sie beendeten die Saison auf
Rang sechs.
Die größten
Erfolge:
Österreichischer
Meister 1964/65
Österreichischer
Cupsieger 1964/65
Finale 1962/63,
1966/67, 1969/70, 1998/99
Österreichischer
Vizemeister 1961/62
Österreichischer
Amateurmeister 1930/31
15 x
Oberösterreichischer Landesmeister
6 x
Oberösterreichischer Cupsieger
LASK-Meistermannschaften
1930/31:
Hörschläger;
Schaffelhofer, Oder, Winkler, Mayrhofer, Russ, Pfatschbacher,
Gurtner, Jordan, Weiss, Watzke, Doppler Trainer Sepp Gurtner
1964/65:
Kitzmüller,
Harreither; Trubrig, Pichler, Szabo, Oberparleitner;
Sturmberger, Blutsch, Ernst Kozlicek, Liposinovic, Chico,
Paul Kozlicek, Fürst, Kondert, Viehböck, Sabetzer,
Köglberger, Zechmeister Trainer: František Bufka
LASK-Highlights in
der obersten Spielklasse:
1.
Meisterschaftsspiel: 8. 9. 1940: 1:4 gegen Austria Wien
1.
Meisterschaftssieg: 10. 9. 1950: 3:0 gegen Sturm Graz
Bilanz:
1355 Spiele/498
Siege / 334 Remis / 523 Niederlagen
Tore: 1978:2120 /
1420 Punkte (1330 nach 2-Punkte-Regelung)
Platz 10 in der
Ewigen Meisterschaftstabelle
Heimspiele:
97 Spiele am
LASK-Platz (1940-1965)
4 Spiele
Union-Platz, Wels (1996)
1 Spiel
Vorwärts-Stadion, Steyr (1996)
573 Spiele Linzer
Stadion (1952-2008)
Top-Ten-Spieler
333 Spiele: Gerhard
Sturmberger (1959/60-1972/73)
284 Spiele: Klaus
Lindenberger (1979/80-1987/88)
267 Spiele: Gert
Trafella (1974/75-1984/85)
257 Spiele: Franz
Viehböck (1964/65-1974/75)
253 Spiele: Helmut
Köglberger (1964/65-1980/81)
239 Spiele:
Wolfgang Nagl (1977/78-1988/89)
236 Spiele:
Heribert Trubrig (1959/60-1968/69)
232 Spiele: Karl
Kiesenebner (1969/70-1977/78)
215 Spiele: Johann
Kondert(1962/63-1976/77)
208 Spiele: Kurt
Nagl (1976/77-1986/87)
Top-Ten-Torschützen
115 Tore: Helmut
Köglberger (1964/65-1980/81)
87 Tore: Ferdinand
Zechmeister (1951/52-1965/66)
76 Tore: Kurt
Leitner (1968/69-1974/75)
62 Tore: Rudolf
Sabetzer (1959/60-1965/66)
48 Tore: Geir
Frigard (1997/98-2000/01)
46 Tore:
Michael Toppel (1980/81-1984/85)
44 Tore: Laszlo
Nemeth (1960/61-1963/64)
39 Tore: Johann
Kondert (1962/63-1976/77)
39 Tore: Karl Höfer
(1958/59-1961/62)
39 Tore: Paul
Kozlicek(1959/60-1964/65)
Top-Ten-Nationalteamspieler
43 Spiele: Gerhard
Sturmberger (1965-1973)
19 Spiele: Klaus
Lindenberger (1982-1988)
13 Spiele: Helmut
Köglberger (1965-1976)
11 Spiele: Franz
Viehböck (1964-1966)
10 Spiele: Heribert
Trubrig (1960-1962)
9 Spiele: Wilhelm
Harreither (1967-1970)
8 Spiele: Peter
Stöger (1998)
6 Spiele: August
Starek (1972-1973)
6 Spiele: Gerald
Piesinger (1986-1987)
5 Spiele: Ivica
Vastic (2005-2008)
5 Spiele: Paul
Kozlicek (1960-1963)
|